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Reitsport Mannheimer Tierschützer stellen sich hinter Strafanzeige

Totes Pferd: Vorwürfe gegen Rennverein

Archivartikel

Mannheim.Nachdem auf der Waldrennbahn in Seckenheim erneut ein Pferd tödlich verunglückt ist, hat auch der Mannheimer Tierschutzverein schwere Vorwürfe erhoben. „Es besteht der Verdacht auf Tierquälerei“, sagte gestern auf Anfrage der Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins, Herbert Rückert.

Die Tierschutzorganisation PETA hatte zuvor Anzeige gegen den Veranstalter, den Badischen Rennverein, und den Halter des Pferdes erstattet. In der Mitteilung dazu heißt es, Pferde würden aus Angst vor Peitschenschlägen regelrecht um ihr Leben rennen.

„Hätten wir von dem Vorfall gewusst, hätten wir auch sofort Anzeige erstattet“, sagte Rückert. Bei dem Unfall während des Galopprennens am vergangenen Sonntag war das Pferd gegen eine Abgrenzung – genannt Rail – geprallt. Diese brach und riss dem Tier die Flanke auf. Es musste eingeschläfert werden.

Präsident widerspricht

Geprüft werden muss laut Rückert, ob auf der Strecke technische Mängel vorlagen, also die Abgrenzung möglicherweise defekt war. „Unsere Rails entsprechen internationalem Standard“, hatte Stephan Buchner, Präsident des Badischen Rennvereins, am Dienstag erklärt. Die Anzeige sei eine Farce, sagte er gestern dieser Zeitung. „Was PETA schreibt, ist völlig unsachlich und falsch.“ Man werde natürlich der Ursache auf den Grund gehen. „Und wenn es etwas zu verbessern gibt, sind wir die letzten, die sich querstellen.“

Der Verein stand bei Tierschützern bereits häufiger in der Kritik. Im März hatte sich ein Pferd während eines Rennens die Schulter gebrochen. Vor zwei Jahren war ein Wallach tot zusammengebrochen.

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