Thema des Tages

Unglück Fuchsbuckel-Prozess endet mit Haftstrafe

Unfallfahrer wegen Mord verurteilt

Archivartikel

Darmstadt.Auf der Flucht vor der Polizei raste er davon und verursachte auf dem Autobahnparkplatz Fuchsbuckel an der A5 einen schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang: Rund zehn Monate später hat das Landgericht Darmstadt den inzwischen 19 Jahre alten Fahrer wegen Mordes zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die Richter wandten am Montag Jugendstrafrecht an, das für Mord eine Höchststrafe von zehn Jahren vorsieht.

Bei dem Unfall am 30. Dezember 2018 war eine 39 Jahre alte Frau aus Düsseldorf ums Leben gekommen. Sie saß in dem Wagen, der auf dem Parkplatz nahe Heppenheim stand. In dieses Auto krachte der Angeklagte, als er mit hohem Tempo von der Autobahn auf den Parkplatz fuhr. Er war ohne Führerschein unterwegs und auf der Flucht vor der Polizei, die ihn wegen eines abgelaufenen Kennzeichens anhalten wollte. Das Gericht wertete den Unfall als Mord, weil der flüchtende Angeklagte nur an sich gedacht habe. „Jemand, der so fährt, nimmt bewusst in Kauf, dass Sachen und Menschen gefährdet werden,“ sagte der Richter. 

Zum Thema