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Kriminalität Mutmaßlicher Frankfurter Täter von Schweizer Ermittlern gesucht / Polizeipräsident Stenger warnt vor Hetze

Verdächtiger seit Tagen auf der Flucht

Archivartikel

Frankfurt.Nach der tödlichen Attacke auf einen Achtjährigen im Frankfurter Hauptbahnhof ist mehr über den mutmaßlichen Täter bekanntgeworden. Der 40-jährige Eritreer, der den Jungen am Montag mit einem Stoß vor einen einfahrenden ICE getötet haben soll, lebte seit 2006 in der Schweiz, war verheiratet und Vater von drei Kindern, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sagte. Laut Züricher Polizei war der Mann in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung. Vergangene Woche kam es dann zu einer Gewalteskalation, und der Mann floh aus der Schweiz. Hinweise auf Radikalisierung gebe es keine.

Der Mannheimer Polizeipräsident Andreas Stenger hat angesichts des mutmaßlichen Mordes vor Hetze gegen Ausländer gewarnt. „Diese Tat ist ein Exzess, die nichts mit der Nationalität zu tun hat.“ Gewalt in einer solch schrecklichen Dimension habe es leider schon immer gegeben, betonte Stenger.

Am Abend erinnerten rund 400 Menschen in Frankfurt mit einer Andacht an den getöteten Jungen. dpa/mpt

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