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Capitol Geteiltes Echo auf Kunstaktion zum Sarotti-Mohren

Verhüllung sorgt für Kontroversen

Mannheim.Die einen halten die Diskussion um den Sarotti-Mohren im Mannheimer Veranstaltungshaus Capitol in der Neckarstadt für „Blödsinn“, wie etwa der Grünen-Politiker Markus Corcelli. Die anderen finden, dass die Werbeanlage im Foyer „ins Museum und nicht in eine Kultureinrichtung“ gehört. So drückt sich Rechtsanwältin Ruhan Karakul aus. Geht es nach dem Willen von Capitol-Chef Thorsten Riehle, bleibt der Sarotti-Mohr da, wo er seit vielen Jahren ist – allerdings so verfremdet, dass er Diskussionen zum Alltagsrassismus auslöst. So hat der künstlerische Leiter des Capitol, Georg Veit, die Werbeanlage zum Auftakt der „Aktionstage gegen Rassismus“ am Mittwoch verpackt. Riehle möchte diese Verhüllung nach einer nicht genau definierten Zeitspanne entfernen, um sie bei den nächsten „Aktionstagen gegen Rassismus“ erneut von einem anderen Künstler gestalten zu lassen. Marchivum-Chef Ulrich Nieß findet diese Entscheidung „mutig“. 

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