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Frankfurter Buchmesse Branchentreffen findet erstmals nur digital statt / 260 Stunden Programm im Internet

Verlage setzen „Zeichen der Hoffnung“

Archivartikel

Frankfurt.Die 72. Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober steht unter dem Motto „Signals of Hope“ (Zeichen der Hoffnung). Er hoffe, dass die Corona-bedingt ohne Publikum geplante Messe trotzdem Menschen in aller Welt miteinander in Verbindung bringen werde, sagte der Direktor Juergen Boos am Dienstag bei der Pressekonferenz vor der Eröffnung am Abend.

Nach Angaben des Buchmesse-Direktors haben sich rund 4400 Aussteller aus mehr als 100 Ländern für die digitale Teilnahme angemeldet. Im vergangenen Jahr waren 7450 Aussteller vor Ort gewesen. Das Online-Angebot mit 260 Stunden Programm ist kostenlos abrufbar unter www.buchmesse.de/live.

Der Börsenverein und seine Mitglieder stünden für die Freiheit des Wortes ein, betonte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Einschränkungen der Meinungsfreiheit wie in China, Belarus, Ägypten, der Türkei oder Ungarn verurteilen wir vehement“, sagte sie.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dankte der Buchbranche, dass sie die Messe in digitaler Form ermöglicht hat: „Eine Absage wäre sicherlich die einfachere Lösung gewesen.“ Die jetzige Konzeption sei der Beweis dafür, dass man auch unter erschwerten Bedingungen Großes leisten könne. epd

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