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Konflikt US-Präsident Donald Trump richtet drastische Worte an Nordkorea

Waffen sind "geladen und entsichert"

Washington.US-Präsident Donald Trump hat - zumindest verbal - die Gangart im Atomkonflikt mit Nordkorea verschärft: "Militärische Lösungen sind nun voll einsatzfähig, geladen und entsichert, sollte Nordkorea unklug handeln", schrieb Trump gestern auf Twitter. "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg", fuhr er mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber fort. Teile der Trump-Regierung bemühen sich unterdessen um Deeskalation. "Die US-Bemühungen sind von der Diplomatie getrieben. Sie zeitigen diplomatische Ergebnisse", sagte Verteidigungsminister James Mattis. Die Möglichkeit eines Krieges mit Nordkorea bezeichnete er als "katastrophal".

Trump kündigte an, dass die USA ihre Raketenabwehr aufstocken würden. Er werde dafür einen signifikanten Milliardenbetrag bereitstellen. Er räumte jedoch ein, grundsätzlich auch zu Verhandlungen bereit zu sein.

Pjöngjang völlig unbeeindruckt

Im Nordkorea-Konflikt schaukelt sich die Rhetorik auf beiden Seiten seit Tagen hoch. Nordkorea droht mit einem Angriff auf das US-Außengebiet Guam im Pazifik, allerdings halten Nordkorea-Experten eine Ausführung für unwahrscheinlich. Trump bekräftigte gestern an seinem Urlaubsort in New Jersey, Kim Jong Un würde einen Angriff auf Guam bereuen. "Und er wird es schnell bereuen."

Nordkoreas Führung hatte demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. "Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen", hieß es in einer von den Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme der Streitkräfte. Gestern hieß es dann aus Pjöngjang, die USA müssten mit einer "schandvollen Niederlage" rechnen, sollten sie weiter auf "extreme militärische Abenteuer" sowie Sanktionen und Druck bestehen. dpa

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