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Rentner

Weniger Altersarmut

Archivartikel

Berlin.Die allgemeinen Befürchtungen über einen rasanten Anstieg der Altersarmut sind offenbar zum großen Teil unbegründet. Das geht aus einer Untersuchung der Deutschen Rentenversicherung hervor, die gestern in Berlin vorgestellt wurde. Demnach könnte die Zahl der Ruheständler, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, bis zum Jahr 2030 im ungünstigen Fall auf etwas mehr als eine Million steigen. Die Armutsquote läge dann bei 5,5 Prozent. Heute sind es 3,1 Prozent.

Man wolle „nichts verharmlosen“, stellte die Forschungsleiterin der Rentenversicherung, Brigitte Loose, klar. Wahr sei aber auch, dass „Katastrophenmeldungen“ über „vollkommen überzogene Armutsquoten“ das Vertrauen in die gesetzliche Alterssicherung sinken ließen, sagte Loose. Tatsächlich ist die Angst vor Altersarmut in der Bevölkerung weit verbreitet. Einer früheren Erhebung zufolge rechnet weit mehr als jeder Dritte damit, im Alter von staatlicher Stütze leben zu müssen. Ein Blick auf die Statistik zeigt allerdings, dass der Anteil der älteren Grundsicherungsbezieher an allen Ruheständlern zuletzt sogar leicht gesunken ist – von 3,2 auf 3,1 Prozent. 

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