Thema des Tages

Lebensmittel Zahl der Beanstandungen sinkt

Weniger Mängel aufgedeckt

Archivartikel

Mannheim.Der Anteil der Beanstandungen bei der städtischen Lebensmittelkontrolle in Mannheim ist leicht gesunken. Das steht in der gestern veröffentlichten Bilanz für das Jahr 2017. Demnach gab es 4024 Betriebskontrollen, bei 59 Prozent stellten die Mitarbeiter Missstände fest – darunter fallen bereits nicht aufgefüllte Seifenspender. 2016 lag der Anteil bei einer ähnlich hohen Zahl von Überprüfungen noch bei 63 Prozent.

Die aktuelle Quote sei aber immer noch zu hoch, sagte Sicherheitsdezernent Christian Specht. In sieben Fällen mussten Betriebe aus Hygienegründen vorübergehend schließen. Die Zahl der Bußgeld- und Strafverfahren ist im Vergleich zu 2016 gestiegen. Mit den Werten liegt Mannheim nach Ansicht des für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Abteilungsleiters Peer-Kai Schellenberger auf einem ähnlichen Niveau wie vergleichbare Großstädte, „vielleicht sogar ein Stück besser“.

Außer dem hygienischen Zustand von Lebensmitteln und Betrieben prüfen die Kontrolleure auch, ob Ware richtig deklariert ist und etwa hinter dem Etikett „regional“ auch tatsächlich regional steckt. Die Kontrollen sollten zum einen sicherstellen, dass der Verbraucher einwandfreie Qualität bekomme, sagte Specht. Es gehe aber auch darum, gegen Anbieter vorzugehen, die Kunden täuschten und sich dadurch einen Vorteil verschafften. „Der Ehrliche soll nicht der Dumme sein.“ 

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