Thema des Tages

Hitzewelle Schifffahrt auf dem Oberrhein muss Frachten reduzieren / Kraftwerke dürfen weiterlaufen

Zahl der Badetoten steigt

Archivartikel

Mannheim/Berlin.Anhaltende Hitze und Trockenheit verlangen Deutschland derzeit viel ab – bei Potsdam konnte ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr ein Feuer in einem Kiefernwald stoppen. Wegen der hohen Temperaturen und der dadurch gestiegenen Zahl von Badegästen an Seen, Flüssen und an der Küste ist auch die Zahl der Badetoten gestiegen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres seien 280 Menschen ertrunken, 38 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Niedrige Pegelstände

Trotz der Gefahren hoher Temperaturen von Flusswasser für Fische dürfen Kraftwerke an Rhein und Neckar weiterlaufen. Das Großkraftwerk Mannheim (GKM) hat „vorsorglich eine Ausnahmegenehmigung beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingeholt“, erklärte eine Sprecherin des GKM. „Diese greift ab einer Rheintemperatur von 28 Grad.“ Die BASF in Ludwigshafen steht angesichts des niedrigen Rhein-Pegelstands im Austausch mit den Behörden.

Städte und Gemeinden nicht nur in Deutschland reagieren mit Sondermaßnahmen: In Altlußheim hat der Bürgermeister den klimatisierten Bürgersaal werktags zwischen 14 und 16 Uhr öffnen lassen.

Die sinkenden Pegelstände bereiten der Schifffahrt in Deutschland derzeit noch wenig Probleme. Auf dem Oberrhein könnten die Frachter aber nur noch die Hälfte oder weniger der normalen Ladung transportieren, sagte der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Mannheim, Jörg Vogel. Selbst wenn die Pegel weiter sinken sollten, sei man vom Rekordniedrigwasser im Jahr 2003 aber noch sehr weit entfernt, sagte Claudia Thoma von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn. (mit aw)