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Corona-Pandemie Kreis Bergstraße meldete gestern deutlich weniger Fälle als vor einer Woche / Inzwischen 20 Todesopfer

Zahl der Neuinfektionen sinkt

Archivartikel

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße sind gestern 54 neue Corona-Infektionen bekanntgeworden – deutlich weniger als am Mittwoch voriger Woche, als 90 Fälle gemeldet worden waren. Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Epidemie 2196 Infektionsfälle registriert worden.

Außerdem ist eine 100-jährige Person aus Lampertheim gestorben. Es ist das 20. Todesopfer in der Pandemie.

Die neuen Infektionen wurden unter anderem in Bensheim (4), Einhausen, Heppenheim (3), Lorsch und Zwingenberg registriert. Im stark betroffenen Lampertheim gab es alleine 23 neue Fälle. Infektionen sind unter anderem bei der Behindertenhilfe Bergstraße in Bensheim und in der Schillerschule in Lampertheim aufgetreten.

Wie aus der Mitteilung des Kreises Bergstraße weiter hervorgeht, gab es 423 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für Mittwoch einer Quote von 156,38 Infektionen pro 100 000 Einwohnern, der sogenannten Inzidenz, entspreche. Heute wird diese Inzidenz wegen des Rückgangs bei der Zahl der neuen Fälle auf 145 sinken.

274 Patienten auf Intensivstation

Die Zahl der Infektionen in Hessen ist gestern um 1722 gestiegen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand: 0 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 57 466. Insgesamt 809 Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das waren 23 mehr als am Vortag.

Hessenweit zählte das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin gestern 274 Corona-Patienten auf Intensivstationen, 147 von ihnen wurden beatmet (Stand 14 Uhr). 387 Intensivbetten waren noch frei, danach gäbe es noch eine Notfallreserve von etwa 1000 Betten.

Die Kassenärztliche Vereinigung in Hessen beklagt eine zunehmende Aggressivität von Besuchern der Corona-Testzentren. Die Vorstandsvorsitzenden des Ärzteverbandes, Frank Dastych und Eckhard Starke, berichteten in einer Mitteilung von Beschimpfungen, Beleidigungen und einem hohen Maß an Aggressivität. „Wenn der Satz stimmt, dass existenzielle Krisen das Beste und Schlechteste in Menschen zutage fördern, dann erleben wir in den Testcentern und an der Hotline derzeit leider fast ausschließlich negative Dinge“, erklärten sie.

Die meisten Hessen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung zufrieden, auch wenn viele einzelne Einschränkungen kritisch sehen. Nach der Erhebung des Instituts infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks stimmen 93 Prozent der Maskenpflicht in Geschäften, im Nahverkehr sowie an öffentlichen Orten zu. dpa/tm

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