Thema des Tages

Umweltbewegung Aktivisten organisieren Verkehrsblockaden in den Metropolen weltweit

Ziviler Ungehorsam für die Erde

Archivartikel

Berlin/Amsterdam/London.Zu Beginn der weltweiten Klimaproteste der Bewegung Extinction Rebellion (übersetzt: Rebellion gegen das Aussterben) sind die Auswirkungen der Verkehrsblockaden in Berlin zunächst überschaubar geblieben. Rund 3000 Demonstranten nahmen laut Polizei an den Aktionen teil. Die Polizei ließ die Aktivisten zunächst gewähren – obwohl die Demo an der Siegessäule nicht angemeldet war. Am Nachmittag begann die Polizei damit, den Potsdamer Platz zu räumen. Hier hatten 2000 Aktivisten die Kreuzung besetzt.

In Berlin erhielten die Aktivisten Unterstützung von Carola Rackete, die als Flüchtlingsretterin bekannt gewordene Kapitänin. In Amsterdam und London gab es zahlreiche Festnahmen. Die Amsterdamer Polizei nahm etwa 50 Demonstranten bei einer Blockade-Aktion in Gewahrsam. In London legten Teilnehmer des Klimaprotests am Morgen den Verkehr lahm, indem sie die Westminster Bridge und mehrere Straßen im Regierungsviertel blockierten – mindestens 217 Personen wurden festgenommen.

Anders als Bewegungen wie Fridays for Future sind die Aktivisten von Extinction Rebellion bereit, Gesetze zu brechen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. 

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