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Albert Camus-Abend mit Joachim Król

Theater: Lesung des Romans „Der erste Mensch“ im Mannheimer Nationaltheater

Mannheim.Den Nobelpreis für Literatur hatte er schon drei Jahre zuvor in der Tasche, als der gebürtige Algerier Albert Camus am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall ums Leben kam. Doch sein für ihn wichtigstes Werk hatte er noch nicht vollendet. Man fand es in der Aktentasche des Verunglückten und das Manuskript wurde erst 34 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Mit dem Gastspiel am 17. Januar um 19.30 Uhr wird Joachim Król als Ich-Erzähler im Opernhaus des Nationaltheaters das Publikum in eine Welt voller Armut und Lebensfreude, in die algerische Kindheit Camus entführen. Camus, der in dem autobiografischen Roman „Der erste Mensch“ auf der Suche nach den eigenen Wurzeln ist, wuchs in einer Familie von Analphabeten auf und stieg schließlich zu einem bewunderten Intellektuellen auf. Dabei liefert Joachim Król als Sohn eines polnischen Bergmanns aus dem Ruhrgebiet eine überraschend gute Folie für die Figur eines Bildungsaufsteigers. Denn auch der etwa aus dem Frankfurter Tatort bekannte Schauspieler musste sich seinen Weg aus der Arbeiterschicht an die Schauspielschule erkämpfen. Getragen wird die Stimmung der Kindheitserinnerungen vom l’Orchestre du Soleil unter der musikalischen Leitung von Christoph Dangelmaier. jos

Info: 17. Januar, 19.30 Uhr, Karten 11,50 bis 32 EURO, Tel. 0621 / 16 80 150.