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Das gemeinsame Ausleben der Zeit

Schauspiel: Das Mannheimer Theaterhaus G7 feiert an einem Wochenende mit Fest, Gala und Tanz seinen 30. Geburtstag

Mannheim.„Freiheit“, so steht es auf der Homepage dieser kulturellen Einrichtung, sei „mehr als man darf!“ Das ist zwar eine andere Definition als die von Konstantin Wecker, der Freiheit in seinem Klassiker „Willy“ so bezeichnete: „Freiheit heißt, keine Angst vor nichts und niemandem haben.“ Doch insgesamt braucht Kunst größtmögliche Offenheit, damit Neues entstehen kann, neu Gedachtes.

„Ein Theater, das den Platz gibt zum Denken, Planen, Arbeiten“ – das will denn auch das Theaterhaus G7 sein. Es klingt fast wie ein Manifest, wie das Haus in einem Hinterhof im Quadrat G7 sich sieht: „Ein Theater für das greifbare Manifestieren von Kopfbildern. Ein Theater, das sich nicht als Manufaktur denkt, sondern seinen Stücken und Geschichten ihren Raum und ihre Zeit gibt. Ein Theater für Unbedachtes, Ungedachtes und Undenkbares. Ein Theater für die Freude. Für den Leichtsinn. Und das gemeinsame Ausleben unserer Zeit.“

Nun wird das Theaterhaus G7, das fast 30 Jahre lang Theaterhaus in G7, also TiG7 hieß, 30 Jahre alt. An diesem Wochenende wollen TiG7-Leiterin Inka Neubert und ihr Team das feiern – mit Festakt, Galavorstellung, Party und einem englischen Gastspiel.

Das gesamte Jubiläumswochenende muss gesehen werden vor dem Hintergrund des überraschenden und traurigen Todes von Bernd Mand im Juli des Jahres. Mand, der bis 2016 auch Mitarbeiter dieser Zeitung war, leitete das Theater zusammen mit Neubert und hatte mit seiner starken anglophilen Neigung auch das englischsprachige Theaterfestival „Here and Now“ gepflegt.

Bevor aber am Samstag, 12. Oktober, um 20 Uhr das englischsprachige Gastspiel „Going viral“ von und mit Daniel Bye (Regie: Dick Bonham) auf die Bühne kommt, wird am Freitag, 11. Oktober, ausgiebig gefeiert. Das Geburtstagsfest beginnt um 19 Uhr mit einem Sektempfang, „gefolgt von lieben Worten und offiziellen Gratulationen“, wie das Theater das nennt. Dabei sein wird von der Stadt auch Kulturbürgermeister Michael Grötsch (CDU). Ab 20 Uhr gilt es dann der Kunst: „Schiefer gehen“ mit Live-Musik wird in einer Galavorstellung gegeben. Danach, ab etwa 21.30 Uhr, steht Musik und Tanz auf dem Programm, Niklas Tzschöckel kümmert sich um die richtigen Beats und Sounds. Der Eintritt ist hier für alle möglich und frei.

Den Abschluss des Fests macht dann am Sonntag, 13. Oktober, ein gemeinsamer Brunch ab 11 Uhr. Man wolle, so das TiG7, das Jubiläumswochenende ausklingen lassen. Das Theaterhaus kümmere sich um einen kulinarischen Grundstock und alle bringen mit, worauf sie Lust haben. dms

Mehr Infos im Netz unter tig7.de

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