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Das Motto: „Mehr Liebe wagen“

Freizeit: Straßenfest gegen die Diskriminierung von Homo- Trans- und Bisexuellen sowie Intergeschlechtlichen

Mannheim.Wer sich auf den Mannheimer Christopher Street Day (CSD) am Samstag, 11. August, einstimmen möchte, kann bereits einen Tag früher zur offiziellen Eröffnungsparty ins KOI gehen. Ab 23 Uhr geht die Sugar Party für 13 Euro Eintritt in N5 los. Ebenfalls am 10. August findet der Dykemarsch statt. Er steht unter dem Motto „Herbei mit den Frauenrechten! – Heraus mit der Lesbengeschichte“. Die Aktion soll die Akzeptanz von Lesben erhöhen. Ab 19 Uhr geht es los.

Die Demonstrationen fangen dann am Samstag um 14 Uhr an. Hier werden zum Beispiel die offiziellen Forderungen des CSD Rhein-Neckar verkündet. Man müsse weiter gegen Diskriminierung vorgehen und sich weiter für die Rechte der Homosexuellen, bi-, trans- und intergeschlechtlichen Menschen einsetzen.

Volles Bühnenprogramm

Ab 16 Uhr geht die Demonstration dann nahtlos in das Straßenfest auf dem Ehrenhof des Mannheimer Schlosses über. Hier gibt es ein volles Bühnenprogramm. Das Highlight der Show soll ein Auftritt eines bekannten Conchita- Wurst-Doubles werden. Marcel Kaupp gewann als Marcella Rockefeller 2014 die Casting Show „Das Supertalent“.

Neben ihm treten aber noch weitere DJs und Musiker, wie zum Beispiel die zwei DJs Patrice P. und Sean Baker oder Chris & Taylor, auf. Außerdem gibt es eine Infomeile mit verschiedensten Ständen. Es werden neben vielen kleineren Vereinen auch einige Politiker erwartet.

Auch dieses Jahr gibt es wieder das Regenbogenfamilienland von ILSE (Initiative lesbischer und schwuler Eltern). Es bietet neben einem Infostand, eine Hüpfburg, ein Karussell, ein Puppentheater und vieles mehr an. ILSE will Regenbogenfamilien unterstützen. Zum Beispiel durch Hilfe bei der Realisierung des Kinderwunsches. Politisch gesehen wollen sie, dass lesbische und schwule Paare mit Kindern als Familie angesehen werden und fordern ein gemeinsames Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare.

Um 17 Uhr findet die Abschlusskundgebung statt und eine halbe Stunde später gibt es eine Schweigeminute. Sie soll daran erinnern, dass der CSD nicht nur ein Fest zum feiern und ausgelassen sein ist. Der Tag soll auch daran erinnern, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer Sexualität unterdrückt werden und in Angst leben müssen. Die Schweigeminute wird all denen gewidmet, die an diesem Tag aufgrund von Krankheit nicht da sein und für ihre Rechte kämpfen können. Danach wird allerdings fröhlich weiter gefeiert. Das Straßenfest geht dann noch bis etwa 23 Uhr.

70 000 Besucher erwartet

Der diesjährige CSD steht unter dem Motto „Mehr Liebe wagen“. Der Verein CSD Rhein Neckar stellt politische Forderung mit dem Hintergedanken, dass erkämpftes Recht wieder entzogen werden kann. Es sei wichtig, die Forderungen immer wieder zu wiederholen und so zu verstärken. „Es stehen noch viele Schritte bevor“, so die Pressesprecherin des Vereins Sarah Kinzebach.

Insgesamt werden am Samstag etwa 70 000 Menschen erwartet, was im Vergleich zum Jahr 2016 10 000 Besucher mehr wären. „Umso besser das Wetter, desto mehr Besucher werden kommen“, sagt Sarah Kinzebach. Auch die Demonstration hat eine Rekordzahl an Anmeldungen. Es gab 50 Anmeldungen, so dass auf der Demonstration von 1000 Teilnehmern ausgegangen wird. 

Info: Programmheft zum Herunterladen unter www.csdrn.de