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Das Motto: „Zusammenhalt wirkt“

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Freizeit: Straßenfest gegen Diskriminierung von Homo-, Trans- und Bisexuellen sowie Intergeschlechtlichen

Mannheim.Eine große Feier gegen Ausgrenzung und Diskriminierung – das ist der Christopher Street Day (CSD). Am Samstag, 10. August, ist es wieder so weit. Um 14 Uhr beginnt die Eröffnungsveranstaltung, wenig später setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung. Gegen 17 Uhr endet der große Zug am Schloss. Dort geht es mit dem CSD-Straßenfest weiter.

Der diesjährige CSD steht unter dem Motto „Zusammenhalt wirkt“. „In 50 Jahren konnten wir zwar viel erreichen, trotzdem gibt es noch viele offene Themen, die in der Gesellschaft geklärt werden müssen“, so die Initiatoren in ihrer Ankündigung.

Erinnerung an Aufstand

Laut Veranstalter sind derzeit rund 50 Gruppen zur Mannheimer Demonstration angemeldet. Die Organisatoren rechnen mit etwa 100 000 Besuchern. Die Parade soll auch an den Stonewall-Aufstand vor 50 Jahren in New York erinnern. Im Juni 1969 hatten sich dort vor allem Lesben, Schwule und Transsexuelle gegen Polizeigewalt gewehrt und so einen mehrere Tage dauernden Aufstand ausgelöst. Heute wird diese Revolte als Start der modernen LSBTI-Bewegung gesehen. Die Abkürzung steht für „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle).

In Mannheim erreicht der Demonstrationszug das Schloss gegen 17 Uhr – und geht dann in das CSD-Straßenfest über. Das Programm dort beginnt bereits um 16 Uhr. Dafür haben zahlreiche Künstler ihr Kommen angekündigt. Die bekannteste Künstlerin ist wohl die Popsängerin Kerstin Ott. Ab etwa 17.30 Uhr wird sie auf der Bühne im Ehrenhof des Schlosses stehen. Weitere Künstler sind unter anderem die Coverband Grand Malör und der Pop-Sänger Rüdiger Skoczowsky. Er ist aus der Casting-Show „The Voice of Germany“ bekannt.

Darüber hinaus gibt es bereits ab Donnerstag, 8. August, ein vielfältiges Rahmenprogramm in zahlreichen Diskotheken und Clubs in Mannheim und Heidelberg.

Politische Forderungen

Der CSD Rhein-Neckar, der die Feier organisiert, hat auch politische Forderungen formuliert. Eine davon ist unter anderem das volle Recht auf Zugang zu Adoptionsverfahren für homosexuelle Paare. Zudem setzt sich der Verein gegen die Diskriminierung Homosexueller bei Blut- und Organspenden ein.

Weitere Wünsche sind unter anderem eine bessere Teilhabe HIV-positiver Menschen am gesellschaftlichen Leben und der Erhalt von Organisationen, die sich für Aids-Kranke einsetzen. tge

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