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Debüt des Regisseurs Philipp Preuss

Schauspiel: Am Heidelberger Theater wird Goethes „Faust“ mit Motiven aus „Faust II“ verquickt

Heidelberg.Es ist die berühmteste Figur der deutschen Literatur. Ein Getriebener und Forscher auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der schließlich den Pakt mit dem Teufel eingeht. Mit Johann Wolfgang Goethes „Faust“ gibt am 17. Februar der vielversprechende Regisseur Philipp Preuss sein Heidelberger Debüt in der Inszenierung des „Faust“ mit Motiven aus „Faust II“ und lässt Faust gleich in mehreren Figuren auf die Bühne treten. Wer wissen will, warum Preuss dieses Wagnis eingeht, der muss sich nur anschauen, was der Leipziger Hausregisseur bereits umgesetzt hat und wie er mit großer Lust Inhalte ans Licht befördert, statt Abgedroschenes noch einmal zu machen. Seine Inszenierungen reichen von Thomas Bernhards „Kalkwerk“ an der Berliner Schaubühne über Kafkas „Amerika“ am Schauspiel Frankfurt oder dem „Tasso“ am Münchener Residenztheater bis zu Elfriede Jelineks Text „Am Königsweg“ am Theater Mülheim. Dabei merkt man seinen Arbeiten an, dass da einer noch viel vor hat. Preuss ist nämlich auch Philosoph und Künstler. Er hat keine Scheu, neu auf die großen Themen zu blicken. Man darf gespannt sein auf seine Zusammenstellung und seine vielen Faustfiguren. jos