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Deutsche Romantik zum Abschluss der Saison

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Musik: Die Mannheimer Philharmoniker spielen mit namhaften Solisten Werke von Franz Schubert und Johannes Brahms

Mannheim.Es war die letzte Sinfonie, die Franz Schubert komponieren sollte: Manche bezeichnen sie als die achte, andere als die neunte, viele nennen sie aber auch einfach nur „Die Große“. Unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy wurde sie 1839, mehr als zehn Jahre nach Schuberts Tod, im Gewandhaus in Leipzig uraufgeführt. Manchem Hörer werden schon damals Ähnlichkeiten zu Beethovens neunter Sinfonie aufgefallen sein. Das ist wenig verwunderlich, denn der früh verstorbene Schubert verehrte sein Vorbild Beethoven und versuchte, sich während seiner gesamten Schaffenphase an ihm zu messen. Schuberts letzte Sinfonie war sein Versuch, ein ähnlich bedeutendes Werk wie Beethoven zu komponieren.

Alexander Buzlov am Cello

Schuberts Sinfonie in C-Dur ist Teil des Konzerts am Sonntag, 6. Mai, das ganz im Zeichen der deutschen Romantik steht. Denn neben Schuberts Großer Sinfonie führen die Mannheimer Philharmoniker auch das Doppelkonzert für Violine und Cello von Johannes Brahms auf. Dabei stehen die Geigerin Alissa Margulis und der Cellist Alexander Buzlov als Solisten gemeinsam auf der Bühne. Beide sind noch junge Musiker, die sich in der Szene bereits einen Namen gemacht haben.

Alexander Buzlov hat schon regelmäßig als Solist mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Paavo Järvi und Juri Temirkanov zusammengearbeitet. Er ist unter anderem ein Schüler des legendären russischen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch.

Alissa Margulis kommt aus einer berühmten russischen Musikerfamilie. Bereits als Kind und Jugendliche musizierte sie mit Weltstars wie Martha Argerich, Mischa Maisky und Gidon Kremer. Einige ihrer CD-Aufnahmen wurden unter anderem für den Grammy nominiert und gewannen den Diapason d‘or.

Nun führt das Konzert die Solisten mit den Mannheimer Philharmonikern zusammen. Das 2010 gegründete Orchester unter der Leitung von Boian Videnoff besteht vorwiegend aus jungen Musikern und soll diesen ein Sprungbrett für ihre spätere Karriere bieten. tge

Info: 6. Mai, 19 Uhr, Musensaal im Rosengarten, Karten unter 0621/43 73 50 22 oder www.mannheimer-philharmoniker.de