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Die nächste „Künstlerin“ wird geehrt

Klassik: Philharmonisches Konzert und Preisverleihung an Komponistin Elena Mendoza / GMD Elias Grandy dirigiert

Heidelberg.Jedes Jahr zeichnet die Stadt Heidelberg eine Komponistin mit dem Künstlerinnenpreis aus. Die diesjährige Preisträgerin heißt Elena Mendoza – und ihre Musik wird am Mittwoch, 20. Februar, sowie Donnerstag, 21. Februar, jeweils um 20 Uhr in der Heidelberger Stadthalle zu hören sein (Einführung: 19.15 Uhr).

„Salón de espejos“ heißt das von ihr komponierte Orchesterwerk, das das Philharmonische Orchester Heidelberg neben Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 (mit Tzimon Barto als Solisten) und Brahms’ 2. Sinfonie spielen wird. Zugleich wird der gebürtigen Spanierin im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzertes auch der Preis verliehen; er zählt zu den wichtigsten Kulturpreisen des Landes und ist weltweit der einzige Preis, der ausschließlich an Komponistinnen vergeben wird.

Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wurde vor mehr als 20 Jahren von Roswitha Sperber initiiert, 2007 neu positioniert und wird seitdem als städtischer Musikpreis von der Stadt Heidelberg verliehen. Das Heidelberger Orchester bringt dann jeweils ein Werk der Preisträgerin zur Aufführung.

Konzert im Radio

Langjähriger Medienpartner ist der Deutschlandfunk, der das Preisträgerinnen-Konzert aufzeichnet und bundesweit sendet, gemeinsam mit einem Feature über die ausgezeichnete Komponistin.

Mendoza wurde 1973 in Sevilla in Spanien geboren und lehrt aktuell an der Universität der Künste in Berlin als Professorin für Komposition. Sie studierte Germanistik in ihrer Heimatstadt, dann Klavier und Komposition in Zaragoza, Augsburg, Düsseldorf und Berlin. Es folgten mehrere Stipendien. Mendozas Interesse gilt besonders klangfarblichen und dramaturgischen Fragen in instrumentaler Komposition. Einen besonderen Stellenwert haben in ihrer Arbeit außerdem das Musiktheater und die musikalischen Möglichkeiten von Sprache. In dieser Hinsicht hat sie 2007 mit der Musiktheaterproduktion Niebla (Europäisches Zentrum der Künste Dresden Hellerau) in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Matthias Rebstock Akzente gesetzt. Mit demselben Regisseur hat sie auch das Musiktheater „La ciudad de las mentiras“ (Die Stadt der Lügen) für das Teatro Real Madrid realisiert. Ihr drittes gemeinsames Stück im Auftrag der Musikfestspiele Schwetzingen ist bereits in der Entwicklung und wird am 26. April dort uraufgeführt. sba

Info: Verleihung des Heidelberger Künstlerinnenpreises im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzerts am Mittwoch, 20. Februar, und Donnerstag, 21. Februar, jeweils 20 Uhr. Karten unter theaterheidelberg.de oder 06221/58 20 000.