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Drei Mannheimer Museen laden ein

Internationaler tag: Freier Eintritt zu Sonderausstellungen, Blick hinter die Kulissen und exklusive Mitmach-Stationen

Mannheim.Unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ findet in diesem Jahr am Sonntag, 19. Mai der Internationale Museumstag statt. Zahlreiche Sammlungshäuser – von den Heimat- und Regionalmuseen bis hin zu den größten staatlichen Einrichtungen – präsentieren sich an diesem Tag mit besonderen Aktionen wie Sonderführungen, einem Blick hinter die Kulissen und Workshops bei zumeist freiem Eintritt. In Mannheim bieten an diesem Tag das Technoseum, die Reiss-Engelhorn-Museen und die Kunsthalle eine Vielzahl an Aktionen und Angeboten an.

Technoseum

Das Technoseum bietet von 9 bis 17 Uhr kostenfreie Führungen durch die Sport-Schau an. In der Sonderausstellung wird die enge Verknüpfung von Sport und Technik nachgewiesen. In Form von Wettkämpfen reicht die Geschichte des Sports bis in die Antike zurück. Seine moderne Entwicklung jedoch ist eng mit der Industrialisierung und Technisierung seit dem 19. Jahrhundert verbunden. In sechs Stationen werden das Thema und die Zusammenhänge untersucht und dargestellt.

Dabei können Besucher unter anderem selbst zum Degen greifen oder eine Slackline (ähnlich wie Seiltanzen) ausprobieren. Außerdem können die Besucher und Besucherinnen sich über E-Sport informieren. Spiele wie FIFA und League of Legends können vor Ort kennen gelernt werden – und anschließend als Grund lage für die Frage, ob das Spielen von Videospielen als Sport durchgehen darf oder nicht, genutzt werden.

Auf Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft kommt das „Museum des Speedway-Sports“ in Bydgoszcz mit Stücken aus seiner Sammlung zum Internationalen Museumstag ins Technoseum. Bei Speedway handelt es sich um eine besondere Form von Motorrad-Rennen auf abgesperrten Ovalbahnen, die in Polen und vor allem in Mannheims polnischer Partnerstadt sehr beliebt ist. Die Ausstellungsmaterialien, die in Mannheim gezeigt werden, sind Teil der Sammlung von Jaroslaw Gamszej aus Bydgoszcz, des Museumsgründers.

Mehrere Kulturvereine stellen im Technoseum Sportarten aus ihren Heimatländern vor. Japan etwa zeigt Kendo und Aikido, aus der Türkei kommt der Öl-Ringkampf und der Nationalsport der Schweiz nennt sich Schwingen. Zudem kommen Spitzensportler aus der Metropolregion Rhein-Neckar, um Autogramme geben.

Ferner stehen die Dauerausstellungen zur Verfügung, so etwa die Elementa-Ausstellung und die Druckwerkstatt.

Reiss-Engelhorn-Museen

Die Reiss-Engelhorn-Museen halten für den Internationalen Museumstag die ständigen Sammlungen und zahlreiche Kuratoren-Führungen bereit. Die Experten gewähren einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der von ihnen entwickelten Ausstellungen. Im Museum Zeughaus C 5 gibt es Schätze der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen zu bewundern – von der Antike über Theaterikonen bis zur Pracht am Kurfürstenhof. Um 11.15 Uhr führt Kurator Andreas Krock durch den Bereich „Belle Époque“ und zeigt, wie Mannheim um 1900 zur pulsierenden Großstadt wurde. Um 13 Uhr richtet Direktor Christoph Lind den Blick auf sakrale Kostbarkeiten und um 15 Uhr entführt Ägyptologin Gabriele Pieke ins faszinierende Reich der Pharaonen. Zu einer archäologischen Spurensuche lädt schließlich die Präsentation „Versunkene Geschichte“ ein. Zahlreiche Mitmach-Stationen machen besonders die beiden Schauen im Museum Weltkulturen D 5 zum Erlebnis für die ganze Familie. Auch in den beiden aktuellen Foto-Ausstellungen werden Kuratoren-Führungen angeboten: Um 14 Uhr mit Claude W. Sui durch „Gaston Paris: Die unersättliche Kamera“ und um 16 Uhr mit Thomas Schirmböck und dem bekannten Fotografen Horst Hamann durch „Gerhard Vormwald“. Nur in diesen beiden Fällen ist ein Ausstellungseintritt zu entrichten.

Kunsthalle

In der Sonderausstellung „Henri Laurens – Wellentöchter“ in der Kunsthalle stehen von 12 bis 14 Uhr Kunstvermittler an drei „Kunststationen“ bereit. Dort informieren sie kostenlos über den Künstler Henri Laurens, der Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Pariser Montmartre lebte und arbeitete und sich mit anderen Künstlern austauschte. Darunter etwa Picasso und Braque, mit denen er eng befreundet war. Die Kunsthalle Mannheim zeigt in einer umfassenden Retrospektive sowohl sein Frühwerk, das stark vom Kubismus geprägt war, als auch sein reifes Werk in dem er sich biomorphen Formen hinwendet.

Zwischen 15 und 17 Uhr locken fünf Kunststationen, die im Neubau und im Jugendstilbau verteilt sind. Sie bieten familiengerecht Informationen zu verschiedenen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen. jeb