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Dunkle Klänge fürs Kopfkino

Archivartikel

Metal-JAZZ: Bohren & der Club of Gore treten in der Alten Feuerwache Mannheim auf

Mannheim.Bohren & der Club of Gore kommen am Freitag, 9. Februar, 20 Uhr, in die Alte Feuerwache. Was das Trio zu bieten hat, ist einzigartig: Mit seiner Mischung aus düsterem Metal, Jazz und Ambient hat es ein eigenes Genre geschaffen.

Dark-Jazz nennt die Band ihre Instrumentalmusik, bei der das Kopfkino des Publikums eine ebenso große Rolle spielt wie die Inszenierung auf der Bühne – ganz ohne Frontmann-Gehabe und Show-Effekte.

„Die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer“: Die Zeile aus „Nehmt Abschied Brüder“ ist charakteristisch für die Band. Ist sie doch seit dem Ausstieg von Schlagzeuger Thorsten Benning 2015 zum Trio geschrumpft (alle drei Mitglieder teilen sich seine Aufgaben). Und gleichzeitig steht es meist im Dunkeln auf der Bühne.

Flüsternd kommentieren die Multiinstrumentalisten ihre Klänge, bauen gemeinsam Akustikgebilde, statt sich einzeln in den Vordergrund zu drängen. Die Instrumentalstücke sind geprägt durch gleichförmige, minimalistische Langsamkeit und meditative, sphärische Stimmungen, die Bilder vor dem inneren Auge aufziehen lassen – nur welche, das hängt ganz von der persönlichen Neigung des Zuhörers ab. Bohren & der Club of Gore lassen offen, worum es geht. Für sie ist die Musik wichtig. Nur das zählt. Info:  Freitag, 9. Februar, 20 Uhr, Alte Feuerwache, Mannheim. Eintritt: 20 Euro (Abendkasse). sdo