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Edgar Selge in Shakespeares düsterstem Drama

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Festspiele Ludwigshafen: Deutsches Schauspielhaus Hamburg zeigt „König Lear“ im Pfalzbautheater

Ludwigshafen.Mit Edgar Selge, Schauspieler des Jahres 2016, in der Titelrolle verspricht Karin Beiers Inszenierung von Shakespeares „König Lear“ ein herausragender Theaterabend zu werden. Am Samstag, 26. Oktober, um 19 Uhr und am Sonntag, 27. Oktober, um 18 Uhr verkörpert Selge einen Mann, der sich so verbissen an seinen Status klammere, dass er dabei die Verantwortung für seine Nachkommen völlig aus den Augen verlieren würde, so das Ludwigshafener Theater im Pfalzbau.

Mit ihrem großartigen Ensemble, darunter auch Lina Beckman und Sandra Gerling, habe die Regisseurin einen emotional fordernden und anspruchsvollen „König Lear“ geschaffen und eröffnet damit glanzvoll die Werkschau des Deutschen Schauspielhauses Hamburg der diesjährigen Festspiele Ludwigshafen.

König Lear dankt ab und will sein Reich unter den drei Töchtern aufteilen. Als sich die jüngste Tochter dem Wettstreit in der Kunst der Liebesdarstellung zum Vater verweigert, zieht sie Lears Wut auf sich und wird verstoßen. Der König teilt das Reich zwischen ihren beiden Schwestern und setzt so eine Katastrophe in Gang.

„Shakespeares wohl düsterstes Drama erzählt von der Selbstzerstörung einer Welt, die ihren Bewohnern unlesbar geworden ist. Zeichen der Macht und Zeichen der Liebe verschwimmen“, beschreibt das Theater im Pfalzbau. Die Bühnenmusik, von Yuko Suzuki und Akiko Kasai live gespielt, stammt von Jörg Gollasch.

Vortrag zu Weinverkostung

Ebenfalls Teil der Festspiele sind die Ergebnisse jahrzehntelanger Recherche zu Georg Forster, die ZDF-„aspekte“-Redakteur Frank Vorpahl am Donnerstag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr, im Pfalzbautheater bei Kostproben eines Weines aus längst in Vergessenheit geratenen Rebsorte von Winzer Ulreich Martin vorstellt.

Forster, unter anderem Gründer der demokratischen Mainzer Republik, hat als Naturkundler und Ethnologe im Jahr 1772 James Cooks zweite Weltumseglung begleitet. Er sei dadurch zu einem Freidenker und Revolutionär geworden, so das Theater. soge

Karten unter Telefon 0621/5042558.

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