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Ein Franke räumt ordentlich auf

Kabarett: Michl Müller macht mit seinem Programm „Müller...nicht Shakespeare“ im Mannheimer Capitol Station

Mannheim.Immer am Zahn der Zeit und mit spitzer Zunge hat Michl Müller ein Ziel: Aktuelles aus Politik und Gesellschaft aufs Korn zu nehmen. Der Kabarettist tritt am Donnerstag, 17. Mai, 20 Uhr, im Capitol in Mannheim auf. „Müller... nicht Shakespeare!“ heißt sein Programm. „Dreggsagg“ steht auf dem T-Shirt, das Müller auf dem Foto zur Ankündigung seines aktuellen Programms hat verbreiten lassen. Selbst hat er sich so betitelt, fränkisch für „Schelm“. Lebensnah und authentisch sind seine Themen, Tabus kennt der 46-Jährige keine. Frei nach Schnauze treibt er sich und sein Publikum durch den Wahnsinn unserer Zeit. Dass er dabei seinen fränkischen Dialekt nicht ablegt, ihn vielmehr mit spitzbübischem Charme zelebriert, versteht sich von selbst. Nichts und niemand ist vor ihm sicher: Politik nicht, Boulevard-Figuren nicht und unsere Gesellschaft schon gar nicht. Müller zerlegt die Auswüchse unserer mobilisierten und digitalisierten Welt.

Einer der lustigsten Bayern

Kein Wunder also, dass ihn die Hörer des Radiosenders Bayern 1im Jahr 2011 noch vor Karl Valentin und Gerhard Polt auf den zweiten Platz der lustigsten Bayern überhaupt wählten (Siegerin: Monika Gruber). Denn Müller hat nicht nur Energie, er hat auch Grips und Eloquenz, sodass ihm sein Publikum während der mitunter mehr als dreistündigen Auftritte an den Lippen klebt.

Gut 20 Jahre Erfahrung hat der Kabarettist und Musiker schon auf der Bühne, sei es bei der Fastnacht, in zahlreichen Fernseh-Shows oder mit seinen eigenen Programmen. Entsprechend können sich die Capitol-Gänger auf einen unterhaltsamen Abend freuen. Info: Donnerstag, 17. Mai, 20 Uhr, Capito, Mannheim; Karten für 31,15 bis 33,45 Euro unter Telefon 0621/33 67 333. sdo