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Ein Pionier aus der Hölle

MS Connexion: Die DJ-Größen Hell und David Caretta legen in Mannheim auf

Mannheim.Mit DJ Hell kommt am Samstag, den 16. September, eine wahre Koryphäe der deutschen Techno-Szene in das MS Connexion. Hell startete seine Karriere in den 1980er Jahren und hat die Electro- und Technoszene seitdem maßgeblich beeinflusst.

Musik aus der Zukunft

Seit April ist Hells fünftes Studioalbum mit dem hoffnungsvollen Titel "Zukunftsmusik" auf dem Markt, acht Jahre nach "Teufelswerk". Und auch auf diesem Werk überschreitet Hell, der eigentlich ganz bürgerlich Helmut Josef Geier heißt, wieder musikalische Genres. Schon zu Beginn seiner Karriere wandelte DJ Hell immer wieder zwischen New Wave, Punk, Hip-Hop, House und Techno. Das Genre Electroclash - bei dem New Wave und Dance aufeinandertreffen - hat er entscheidend mitgeprägt. Um nur einige Stilrichtungen zu nennen. Zuhause fühlt sich Hell nicht nur in der deutschen Techno-, sondern auch in der Schwulen-Szene, die er auf "Zukunftsmusik" würdigt, wie er in einem Interview mit dem WDR sagt: "Mein ganzes Leben ist aufgebaut aus dieser Community, Club-Kultur. In der Schwulen-Club-Kultur waren ja die Ursprünge von Disco- und House-Musik in Chicago und New York: Paradise Garage, Warehouse. Die DJs waren Gay-DJs, die Crowd war eine schwule Crowd, die Produzenten waren schwule Produzenten und ich meine die ganze Club-Kultur kommt aus einer Schwulen-Szene und ich wollte mich einfach verneigen davor (...), weil es ein sehr wichtiges Thema ist, das mein ganzes Leben beeinflusst hat, bis heute."

Unterstützt wird er am Samstag von David Caretta. Der in Marseille geborene DJ gehört schon lange zum festen Umfeld von Hell und wird ebenfalls mit einem Liveset vertreten sein. gbr