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Ein Spiegel unseres Lebensstils

Archivartikel

Tanz: Die Berliner Künstlergruppe MS Schrittmacher kommt ins Tanzhaus des Nationaltheaters

Mannheim.Egal ob Kleidung, Kaffee oder Handys: Das, was unseren Wohlstand ausmacht, kommt aus aller Welt. Doch dort, wo all diese Produkte produziert werden, können die Menschen keineswegs so leben wie in Europa. Unser Kontinent ist eine Komfortzone, die alle darin lebenden Menschen – so scheint es – vor den globalen Auswirkungen des eigenen Lebensstils schützt.

Die Berliner Tanzgruppe MS Schrittmacher stellt sich in ihrer Produktion „Heimatfront – Das Desaster lässt grüßen“ die Frage, wie lange wir die Folgen dieses Ungleichgewichts noch ignorieren können. „Für unseren komfortablen Lebensstil führen wir einen Wohlstandskrieg, dessen Frontlinien über den gesamten Erdball verlaufen“, schreiben die Macher in ihrer Ankündigung. Und irgendwann kämen diese Frontlinien auch einmal zu uns – in die Komfortzone Europa. „Die von Verzweiflung getriebenen Flüchtlingsbewegungen, die brutale Eskalation vieler Konflikte weltweit und das Anwachsen des Terrors in Europa machen das Wegsehen für uns immer schwieriger“, so die Produzenten weiter.

Am Wochenende kommen die Berliner Künstler ins Tanzhaus des Nationaltheaters (NTM) in Käfertal. In einer Mischung aus Musik, Tanz und Video setzen Antje Rose, Jorge Morro und Nicky Vanoppen auf der Bühne die Aspekte unseres Wohlstands immer wieder in neue Kontexte und halten der europäischen Gesellschaft so den Spiegel vor. tge

Info: Samstag, 5. Mai, 19.30 Uhr und Sonntag, 6. Mai, 18 Uhr, NTM Tanzhaus Käfertal, Galvanistraße Tor 6a, Karten zu 19 (ermäßigt 11) Euro gibt es unter 0621/16 80 150 oder www.nationaltheater-mannheim.de