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Farbenspiel mit reichlich Glas

Kunst: Die Ausstellung „Glasgo“ im Mannheimer Kunstverein zeigt Skulpturen von Reiner Seliger

Mannheim.Es gibt kaum ein Material, mit dem Reiner Seliger noch nicht gearbeitet hat. Egal ob Ziegel, Kreide, Beton oder Styropor: Der Fundus des Künstlers ist groß. Bei der Ausstellung „Glasgo“ im Hof des Kunstvereins, die am Mittwoch eröffnet wird, steht aber ein anderer Werkstoff im Mittelpunkt: Glas.

Kleine Glasstücke, in großer Anzahl meistens zu Kugeln oder Säulen geformt, brechen das Licht in ganz spezieller Weise, ermöglichen dem Betrachter immer einen ganz neuen Blick, je nachdem, in welcher Position er sich zum Objekt befindet. Insgesamt sechs Kunstwerke Seligers werden bis Anfang September im Peter-Künzler-Forum, dem Freilichthof des Kunstvereins, zu sehen sein. „Bei Sonnenlicht wird das Glas funkeln wie Edelsteine und ein beeindruckendes Bild abgeben“, sagt Martin Stather.

Arbeit im Großformat

Der Ausstellungsleiter des Kunstvereins ist froh, dass es gelungen ist, Reiner Seliger als Künstler zu gewinnen. Glas sei in der Arbeit an großen Exponaten zuweilen ein vernachlässigter Werkstoff, da viele sofort an die Zerbrechlichkeit denken. „Seliger hat aber gezeigt, dass man mit Glas auch sehr gut großformatig arbeiten kann“, so Stather.

Reiner Seliger, Jahrgang 1943, lebt und arbeitet in Freiburg und im italienischen Castello di Montefioralle. Ausstellungen mit seinen Werken waren bereits in ganz Deutschland zu sehen. Darüber hinaus wurden seine Objekte und Rauminstallationen unter anderem in schweizerischen, italienischen und australischen Galerien ausgestellt.

Der Eintritt in die Ausstellung „Glasgo“ im Mannheimer Kunstverein kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Mitglieder des Vereins zahlen nichts. Die Schau läuft bis Sonntag, 2. September. Während der laufenden Ausstellungen bietet der Mannheimer Kunstverein in der Regel jeden Sonntag um 15 Uhr Führungen an. Sie kosten zwei Euro, eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei der Eröffnung am 18. April, spricht Martin Stather – zusammen mit Reiner Seliger. tge