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Finalisten mit Mut zur Improvisation

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Neuer Deutscher Jazzpreis: Kurator Frank Möbus spielt am 13. März, der Wettbewerb entscheidet sich tags drauf

Mannheim.Die IG Jazz Rhein-Neckar vergibt am Samstag, 14. März, in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim zum 15. Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis. Kurator ist Frank Möbus, Gitarrist und Gründer der Jazzband Der Rote Bereich, die 2006 als erste Band den Preis erhielt. Am Freitag, 13. März, findet das Kuratorenkonzert statt, anschließend werden die Wettbewerbsbeiträge für den Kompositionspreis präsentiert.

Das Verfahren

Der Neue Deutsche Jazzpreis ist mit 10 000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für professionelle Jazzbands. Im Vorfeld wählt eine Jury zehn von meist über 200 Bewerberbands aus. Ein jährlich wechselnder, in der Regel international bekannter Jazzmusiker bestimmt als Kurator aus dieser Vorauswahl drei Finalisten, die in der Alten Feuerwache Mannheim für jeweils etwa 40 Minuten auftreten.

Das Publikum bestimmt direkt im Anschluss mit Stimmzetteln den Gewinner des Hauptpreises und des mit 1000 Euro dotierten Solistenpreises. Der Neue Deutsche Jazzpreis ist der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene. Seit 2017 wird zusätzlich ein mit 2000 Euro dotierter Kompositionspreis vergeben, der im Anschluss an das Kuratorenkonzert ausgetragen und dessen Gewinner ebenfalls per Publikumsvotum ermittelt wird.

Die drei Finalbands

Zu den Finalisten des Hauptwettbewerbs zählt das Yaroslav Likhachev Quartett aus Köln. Es ist seit 2016 aktiv und besteht aus Yaroslav Likhachev (Tenorsaxofon, Komposition), Yannis Anft (Klavier), Conrad Noll (Kontrabass) und Moritz Baranczyk (Schlagzeug). Die Eigenkompositionen Likhachevs sind stilistisch im zeitgenössischen Jazz angesiedelt, aber tief in der amerikanischen Tradition verwurzelt.

Schnörkellosen, aufrichtigen akustischen Modern Jazz verspricht das Quartett des Nürnberger Pianisten Andreas Feith, der mit Lutz Häfner (Saxofon), Martin Gjakonovski (Kontrabass) und Silvio Morger (Schlagzeug) Eigenkompositionen auf die Bühne bringt, in deren Mittelpunkt Improvisation und Soli stehen.

Im Trio Slavin/Henkelhausen/Merk treffen mit Wanja Slavin (Saxofon), Felix Henkelhausen (Kontrabass) und Sebastian Merk (Schlagzeug) drei gestandene Persönlichkeiten der Berliner Jazzszene aufeinander, die vor allem die Leidenschaft teilen, zusammen zu improvisieren und zu interagieren.

Um den Kompositionspreis, für den die IG Jazz die Besetzung vorgegeben hat, konkurrieren Saxofonistin/Klarinettistin Christina Fuchs, Trompeter Pascal Klewer und Gitarrist Matthias Ockert. Ihre Beiträge werden am 13. März von Matthias Dörsam (Saxofon), Martin Wagner (Akkordeon), Scott Roller (Cello), Harald Nardelli (Tuba) und Andreas Neubauer (Schlagzeug) präsentiert. kako

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