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Finanzmarkt in Zeiten der Spekulation

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Theater: Akhtars „Junk“ hat Premiere

Heidelberg.Es ist das Jahr 1985: Robert Merkin, Kopf des Investmentunternehmens Sacker Lowell, hat binnen kürzester Zeit die Finanzwelt auf den Kopf gestellt. Seine einfache wie aggressive Lösung: Schulden sind Kapital. Sein nächstes Opfer: der Stahlkonzern Everson Steel and United, das sich noch in Familienhand befindet. Merkin setzt mit seiner riskanten Spekulation einen Finanzkrieg in Gang, der Magnaten gegen Arbeiter, Anwälte gegen Journalisten und letztendlich jeden gegen jeden aufwiegelt.

„Junk“ heißt das Stück des US-amerikanischen Theater-autors und Pulitzerpreisträgers Ayad Akhtars, das am Heidelberger Theater am Donnerstag, 25. April, um 19.30 Uhr Premiere feiert. Es ist ein Wirtschaftskrimi, der von den Anfängen des Turbokapitalismus erzählt, als es einer Generation von Spekulanten und Investoren gelang, den Finanzsektor von der Realwirtschaft zu entkoppeln und so die Wirtschaftswelt irreparabel umzukrempeln.

Ayad Akhtar, geboren 1970 in New York, wuchs in Wisconsin auf und studierte Theater an der Brown University. Nach Abschluss des Studiums verbrachte er ein Jahr in Italien, wo er Schauspiel bei Jerzy Grotowski studierte. Es folgte ein Masterstudium in Regie an der Columbia University in New York. Akhtar schreibt für Theater, Film und Fernsehen, sein Stück „Junk“ erschien vor drei Jahren. sba