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Grenzenlose Kunst zum Auftakt

Theater: Das Theater im Pfalzbau zeigt zum vierteln Mal beim Festival "Offene Welt" kulturübergreifende Projekte

Ludwigshafen.Nach dem Auftakt mit zwei Gastspielen, "Kabuki Noir" und "Betrügen (La Jet Set)", des Performancekollektivs Gintersdorfer/Klaßen im September verdichtet sich nun das Programm des Festivals "Offene Welt" vom 13. bis 15. Oktober mit weiteren kulturübergreifenden Produktionen und Projekten.

Schon der Eröffnungsakt des Festivalwochenendes lädt zu einem kulturellen Brückenschlag ein, der sich gewaschen hat. Denn mit der Schiller-Adaption "Malalai - Die afghanische Jungfrau von Orléans" verschmelzen zwei freiheitskämpferische Frauenmythen eines westlichen Zivilisationsprozesses und einer sich gegen Kolonialmächte erhebenden Afghanin namens Malalai von Maiwand, auch die "afghanische Jungfrau von Orléans" genannt.

Das transnationale Theaterprojekt unter der Regie von Robert Schuster hat dafür ein afghanisches Ensemble eingeflogen, das schon zur geplanten Premiere beim Kulturfest in Weimar nicht anreisen durfte und diesmal zumindest mit seinem männlichen Teil vertreten ist. Grenzen sind also auch realpolitischer Teil des Festivals. Der Mut und die Liebe zur Verständigung über die Grenzen hinweg zieht sich auch durch die anderen Stücke "Crossing Borders" mit jungen Schauspielern aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Deutschland sowie "Ein Theaterstück mit 4 ...", das um die Bemühungen der Kosovoländer zum Eintritt in die EU kreist. Mit der "Paradise Bangkok Molam International Band" wird das Festival von einem musikalischen Mix aus Pop der 60er, 70er und traditionell thailändischem Molam begleitet. Als Abschluss begeht man gemeinsam das am 15. Oktober das "Weltfest". jos