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Hartmann und Schubert

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Klassik: KKO spielt 4. Schlosskonzert

Mannheimer.Die Schlosskonzerte des Kurpfälzischen Kammerorchesters (KKO) gehen weiter – und beim 4. Konzert der beliebten Reihe im Rittersaal des Schlosses zu Mannheim steht wieder einmal der neue Chefdirigent am Pult: Paul Meyer. Am Samstag, 1. Februar, um 19 Uhr und am Sonntag, 2. Februar um 18 Uhr lautet des seit einiger Zeit mit Motto arbeitenden KKO „Zwischen Licht und Schatten“. Und das möchte das kleine und feine Kammerensemble mit einem Programm aus dem 19. und 20. Jahrhundert buchstäblich beleuchten.

Neue Wiener Schule

Drei Werke von Franz Schubert werden von dem Concerto funebre für Solovioline und Streichorchester von Karl Amadeus Hartmann (1905–1963) tangiert. An der Münchner Akademie für Tonkunst war er Schüler von Joseph Haas und Hermann Scherchen, doch als fast Vierzigjähriger ging er nochmals woanders in die Schule: beim radikalsten Vertreter der Neuen Wiener Schule, Anton von Webern.

Dass Hartmann ein selbstbewusster Komponist war, sieht man daran, dass seine Tonsprache ihren Ausgangspunkt zwar in einem an die Wiener Schule von Schönberg, Berg und Webern angelehnten Stil hat, sich das radikale Komponieren mit zwölf Tönen aber nicht zu eigen gemacht hat.

Hartmann liebte allzu sehr die Tonalität, die in fast allen seinen Werken aufblitzt. In Mannheim gastiert der junge Andreas Janke (*1983), erster Konzertmeister beim Tonhalle-Orchester Zürich. Von Schubert werden Fünf Deutsche Tänze mit Coda und 7 Trios, das Rondo A-Dur für Violine und Streichorchester sowie das Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ gespielt. dms

Info: 1.2., 19 Uhr, 2.2., 18 Uhr (Karten: 50/35 Euro: 0621/145 54, www.reservix.de)

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