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Wasserturm: Großes Feuerio-Benefizfest für die „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“

Mannheim.Morgens geht es sehr schwungvoll los, im nostalgischen aber doch nicht veralteten Bigband-Sound, mit titeln von Duke Ellington, Glenn Miller, Count Basie, Deep Purple im satten Bigband-Sound: Die Bigband2 unter der Leitung von Jo Gregor eröffnet am Samstag, 28. September ab 10.30 Uhr das Blumepeterfest des Feuerio am Wasserturm.

Dann geht es weiter mit den „Drei Prinzen“ (Stefan Hoock, Stefan Rinklef, Roberto Troncone), als Schlager-Stimmungsmacher bestens bewährt. Nicht fehlen darf Bloomaul Joachim Schäfer, ein Blumepeterfest-Urgestein. Zwischendurch über das Fest flanieren musizierend die Musiker von „Wörner-Cocktail“, ehe die „Peter-Maffay-Fake-Band für das fetzige Finale sorgt.

Zwischendurch ist eine Band völlig neu dabei: „Zeitlos“ aus Mannheim, gegründet Ende 2018, die Soul, Funk, Rock, Pop in der Besetzung aus Schlagzeug, Bass, zwei Gitarren, Keyboard und Sängerin Giovanna Lauretta (beim Stadtfest zusammen mit den „Schlagerpiraten“ auf der Feuerio-Bühne).

Auftritt ohne Gage

„Wir haben auch in diesem Jahr wieder eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres, so dass unser – ebenfalls bunt gemischtes – Publikum sicher gerne bei uns verweilen wird“ ist Feuerio-Kultusminister Michael Witt, der das Programm zusammenstellt, überzeugt. Dabei erhalte er „von Jahr zu Jahr mehr Anfragen von Künstlern/Bands, die alle ihren Teil dazu beitragen möchten, dass das Fest ein Erfolg wird“, berichtet er. „Eine tolle Erfahrung, die jedoch aufgrund der eingeschränkten Spielzeit bedeutet, dass ich leider vielen – sicher guten – Akteuren absagen muss. Drei Tage Bühnenprogramm wären ohne Probleme machbar“, berichtet Witt schmunzelnd.

Er schafft es, einen ganzen Tag Programm zu bieten, ohne einen Cent Gage aufzuwenden. Für viele Künstler ist das Ehrensache. Schließlich handelt es sich um ein großes Fest der Hilfe, dessen Erlös über die Aktion „Wir wollen helfen“ des „Mannheimer Morgen“ armen, einsamen alten Menschen, alleinerziehenden Elternteilen und ihren Kindern zugutekommt.

Alles gespendet

Daher gilt die Regel: Alles, was auf dem Platz gegessen wird – von der kräftigen Erbsensuppe bis zu feinen italienischen Spezialitäten, von Lachs mit Reibekuchen über Steaks, Bratwürsten bis zu leckerem selbst gebackenem Kuchen – ist gespendet, ebenso der ganze Wein, der Sekt, Eichbaum-Bier, Odenwald-Quelle. Alle Helfer packen ehrenamtlich an, auch alle Tombolagewinne sind gespendet.

Benannt ist das Fest nach dem „Blumepeter“, dem Blumenverkäufer Peter Schäfer (1875-1940), einem armen Tropf, körperlich wie geistig zurückgeblieben. Seit jetzt immerhin 50 Jahren gibt es schon die Tradition, stets zugunsten jener Menschen zu feiern, die wie einst der Blumepeter auf der Schattenseite des Lebens stehen. Längst wurde daraus das mit Abstand größte Wohltätigkeitsfest der Region, ausgerichtet stets vom Feuerio, der größten und ältesten Karnevalsgesellschaft der Stadt. Wer dort also Geld ausgibt, der hilft – und hat noch viel Spaß sowie gute Musik dabei.

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