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Tanz: Choreographischen Centrum zeigt „Alpha“ von Yotam Peled

Heidelberg.„Showing“, also ein „Zeigen“ nennt das Choreographischen Centrum Heidelberg seine Reihe mit persönlicher Atmosphäre. Hautnah am Tanz, an einer Choreographie, die erst im Entstehen begriffen ist, und an Tänzern, die noch tastend die Möglichkeiten jedes Moments ausloten. Am Samstag, den 10. August um 19 Uhr zeigt der Berliner Tänzer und Choreograph Yotam Peled ein Showing seiner aktuellen Arbeit.

„Alpha“ ist eine intensive, hochathletische Tanzperformance, die Dominanz und Unterwerfung, Freude und Schmerz inszeniert, um mögliche Veränderungen und Auflösungen von Geschlechterrollen zu erkunden. Was ist das für eine Kraft im Brustkorb, die sich in Wellen ausdehnt und zusammenzieht, uns zeitweise auffrisst? Eine Last, die wir tragen, eine Rolle, die wir spielen müssen?

Der Tänzer und Choreograph Yotam Peled wuchs in einem Kibbutz im Norden Israels auf, wo er sich schon als Kind mit Sport, Capoeira und Kunst beschäftigte.

Zirkus und Kampfsport

Nach seinem Militärdienst begann er mit 21 Jahren zu tanzen und schloss später eine Zirkusausbildung an. 2015 kam er nach Berlin, wo er seitdem als freischaffender Tänzer mit Choreographen wie Maura Morales, Yann Lhereux oder Troels Primdahl arbeitete.

Im sechsten Jahr seit seiner Gründung ist das Choreographische Centrum Heidelberg, ein Projekt der TANZAllianz, Kooperation von UnterwegsTheater und Theater und Orchester Heidelberg, zu einer exklusiven Adresse für internationale Tanzschaffende geworden. Yotam Peled gehört zu den neun Tanzschaffenden, die aus 120 Bewerbungen für Stipendien im ersten Halbjahr 2019 ausgewählt wurden.

Peleds Forschungsschwerpunkt liegt auf den Themen Geschlechterbeziehungen, sexuelle Identität und Machtstrukturen in der modernen Gesellschaft, die er mit choreographierten, hochathletischen Bewegungen auslotet. rcl

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