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„Ich habe mich in Pferde verliebt“

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Show: Regisseur Klaus Hillebrecht erklärt die Apassionata-Show „Gefährten des Lichts“ – am 16. und 17. Juni in Mannheim

Die junge Alana wird von einer älteren Frau auf eine Reise geschickt, um Menschen mit leuchtenden Herzen zu finden, die sogenannten Gefährten des Lichts. Die sorgen dafür, dass die Welt hell bleibt, also voller Respekt, offen und gerecht. Dafür muss Alana Dinge lernen wie Mitgefühl, Geduld, Mut, Großzügigkeit, Freude und Liebe. Wenn sie das erreicht, kann sie die Erde vor der drohenden Dunkelheit retten. Das ist die Story von „Gefährten des Lichts“, der neuen Pferde-Show der Apassionata World GmbH, die am 16. und 17. Juni in der Mannheimer SAP Arena ihre über sechsmonatige Deutschland-Tournee beenden wird. Wir sprachen darüber mit Klaus Hillebrecht, dem Autor, Regisseur und Komponisten.

Herr Hillebrecht, Sie sind von Hause aus Musiker. Haben Sie eine Affinität zu Pferden? Reiten Sie selbst?

Klaus Hillebrecht: Nein, bis zu meinem Engagement bei der Apassionata World GmbH hatte ich nur Ferienreiterfahrungen, die sehr schön waren. Doch letztendlich habe ich mich erst durch die Arbeit bei Apassionata richtig in Pferde verliebt.

Haben Sie auch Einfluss auf die Pferdenummern genommen?

Hillebrecht: Natürlich! Schon beim Schreiben des Buches hatte ich die Pferdenummern im Hinterkopf. Doch erst die intensive Zusammenarbeit mit dem Horse-Director, den Choreografen und den Reitern hat dann das vollendete Bild geschaffen. Schließlich geht es ja auch darum, Bekanntes immer wieder neu und innovativ zu verpacken.

Es sind elf Pferderassen und ein Esel beteiligt. Ist diese Vielfalt programmatisch?

Hillebrecht: Natürlich sind bei den Shows immer verschiedene Pferderassen zu sehen. Trotzdem hat jede eine ganz eigene Zusammensetzung, was die Tiere angeht. Insgesamt treten 59 Pferde und ein Esel auf, die auch alle eine Rolle haben. Je nach Bild werden die Rassen und Equipen gemischt oder treten auch mal solo auf.

Was sind die pferdespezifischen Inhalte der Show?

Hillebrecht: Der Kern aller Shows ist es immer, dem Publikum verschiedene traditionelle Reitweisen zu präsentieren, so auch bei „Gefährten des Lichts“. Von Freiheitsdressuren über die Hohe Schule bis zum Trickreiten und der Doma Vaquera ist so ziemlich alles dabei, was man mit Pferden anstellen kann. Die Mixtur aus gerittenen Nummern und der Arbeit vom Boden aus hält sich die Waage.

Was macht der Esel eigentlich?

Hillebrecht: Der Esel zeigt freie Arbeit mit seinem Trainer und zirzensische Lektionen. Aber seine Hauptaufgabe ist es, die Herzen der Zuschauer zu öffnen, weil er einfach so süß und zottelig ist.

Sie sind seit Ende Oktober auf Tournee durch 30 Städte. Wie groß sind die Strapazen für die Tiere?

Hillebrecht: Die Abläufe des Tourlebens sind hoch professionalisiert und auf das Wohl der Tiere ausgerichtet. Das beinhaltet zum Beispiel eine klar definierte Routine für die Pferde, da sie Gewohnheitstiere sind. Zwischen den Showwochenenden kommen sie in Zwischenställe, wo sie ein ganz normales Pferdeleben führen.

Was beinhaltet die Show noch außer den Pferden?

Hillebrecht: Eine wunderschöne Story, eine tolle Tanzkompanie, zwei Capoeira-Profis, eine Flamencotänzerin sowie einen Flamenco-Gitarristen, die zusammen mit einem Reiter eine großartige Tanznummer präsentieren. Besonders beeindruckend ist auch unsere chinesische Sängerin, die auf sieben Meter Höhe hängend die Arenen mit ihrer Stimme verzaubert. Und wir haben mit Sylvie Willms eine wirklich bezaubernde Hauptdarstellerin!

Haben Sie über die Jahre konstante Mitwirkende? Oder wird für jede Show neu gecastet?

Hillebrecht: Reiterlich setzen wir auf einige feste Equipen. Die kombinieren wir dann mit neuen Reitern, die in jeder Saison das Team ergänzen. Ansonsten finden Ausschreibungen statt, Auditions für Tänzer. Aber wir haben auch schon Leute genommen, die sich initiativ beworben haben.

Wie lange dauerten die Vorbereitungen? Und sind Sie mit unterwegs?

Hillebrecht: Ich hatte bis zur Premiere ein halbes Jahr Vorbereitung. Ansonsten bin ich zumeist in den größeren Städten dabei, um die Qualität der Show zu beurteilen, gegebenenfalls auch zu verbessern. In Mannheim, unserer Finalstadt, werde ich selbstverständlich auch vor Ort sein.