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Indisches Sommergefühl

Mit Manjari Sharma und André Wagner zeigt die Prince House Gallery „Sanskrit“

Mannheim.Der Zauber des Indischen Subkontinents wird im Rahmen einer Doppelausstellung in der Prince House Gallery auf dem ehemaligen Gelände der Mannheimer Turley Baracks in Gestalt der Fotografie auf geheimnisvolle Art und Weise lebendig. Die beiden international bekannten Fotografen Manjari Sharma und André Wagner wurden von den Mannheimer Galeristen Petra Herold und Johann Schulz-Sobez ausgewählt, weil es ihnen mit ihren fotografischen Arbeiten auf überzeugende Art und Weise gelingt, das geheimnisvolle, mystische Kolorit jener fernen Welt einzufangen und in einer zeitgemäßen Form authentisch zur Wirkung zu bringen.

Augen des Europäers

Besonders bei André Wagner spürt die Vertrautheit mit den Arbeiten von Steve McCurry, der auf dem Gebiet der koloristischen Indienfotografie Maßstäbe setzte. Genau wie dieser arbeitet auch Wagner mit langen Belichtungszeiten, die den außergewöhnlichen Farben, welche dem Reisenden in diesem koloristischen Märchenland begegnen, eine atemberaubende Kraft verleihen. André Wagner sieht diese Welt mit den Augen eines Europäers, der sich bezaubern lässt, aber sich dabei nicht in der Perspektive des Fremden verliert.

Durch die Blickwinkel der Kamera und die raumschaffenden Linien lässt er den Betrachter diese Welt trotz aller Exotik vertraut erscheinen und wahrt die Distanz. André Wagner ist 1980 geboren und ist seit 2002 als freier Fotograf tätig, unter anderem für Magazine wie „Stern“, „Rolling Stone“ oder „Geo“.

Seine Arbeiten wurden in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen gezeigt und auf Kunstmessen im In- und Ausland ausgestellt. Ein Höhepunkt in seiner Vita ist die Beteiligung an der 55. Biennale von Venedig (2013).

Insiderblick auf Kultur

Bei Manjari Sharma bestimmt der Insiderblick auf das exotische Märchenland den Charakter ihrer Arbeiten. Sie wurde 1979 in Mumbai geboren und verbrachte ihre Kindheit in jenem zauberhaften Land. Dieses vielfältige kulturelle Wissen um die tiefe Bedeutung von religiösen Symbolen und kultischen Handlungen schwingt bei ihren inszenierten Fotografien mit. Sie setzt dieses Wissen mimetisch und koloristisch in Szene. Dabei begreift sie das Medium Fotografie eher von der künstlerischen Seite her und inszeniert ausdrucksvoll die Votivbilder, die für die Kultur ihres Geburtslandes charakteristisch sind.

Manjari Sharma lebt heute in den USA. Ihre Arbeiten befinden sich in zahlreichen Privatsammlungen und namhaften Kunstgalerien, wie der Sammlung des Museum of Fine Arts in Houston, und dem Metropolitan Museum of Art in New York. Für ihr Werk wurde sie 2014 mit dem Center’s Curator’s Choice Award ausgezeichnet.

Beide Künstler haben bereits einmal zusammen ausgestellt. Das war im Kunstmuseum Moritzburg,