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Kollektives Trauma?

Archivartikel

Kunstverein: Ausstellung setzt sich mit Kriegserfahrungen auseinander

Mannheim.Wie werden Gesellschaften durch Kriegserfahrungen beeinflusst? Prägen diese das kollektive Gedächtnis nachhaltig? Diesen Fragen spürt der Künstler und Wissenschaftler Till Ansgar Baumhauer in der Ausstellung „Trauma Transfer“, die von Sonntag, 8. Juli, bis Sonntag, 2. September, im Mannheimer Kunstverein zu sehen ist, nach.

Baumhauer untersucht, inwieweit sich Erfahrungen interkulturell übersetzen und somit für Menschen anderer Kulturkreise begreifbar machen lassen.

Doch nicht nur die Themen der Werke des Dresdner Künstlers überschreiten kulturelle Grenzen: Viele seiner Arbeiten sind in Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern aus aller Welt entstanden.

Die Ausstellungsstücke sind deshalb oft aus dem bevorzugten Medium seiner Kooperationspartner gefertigt. So arbeitete Baumhauer unter anderem mit dem afghanischen Teppichknüpfer Wekil Ahmad Hakkani aus Herat. Die gemeinsam geknüpften Teppiche beschäftigen sich mit dem Dreißigjährigen Krieg und dem Afghanistankrieg. Auf den beiden Konflikten liegt der Fokus von Baumhauers Arbeit, mit der er an der Bauhaus-Universität Weimar promovierte. Der Dresdner Künstler verortet sein Oeuvre im Bereich der künstlerischen Forschung.

Die künstlerische Arbeit, die mit wissenschaftlicher Recherche Hand in Hand geht, soll neue Erkenntnisprozesse anstoßen. 

Info: Bis 2. September, Di bis So, 12 bis 17 Uhr.