Veranstaltungen

Kooperation über Kontinente hinweg

Tanz: Mehrere afrikanische Künstler treten mit verschiedenen Gastspielen in der Region auf

Mannheim/Ludwigshafen.Wenn Künstler sich zusammentun, dann meistens, um Neues zu entdecken. Darin unterscheiden sie sich kein bisschen von Astronauten, die im Universum nach Unbekanntem forschen. So entstand auch der Name des Bremer Projektes The Choreonauts. Dabei schlossen sich das Dance Forum Johannesburg und das Forgotten Angle Dance Theatre mit den Theatern Heilbronn und Bremen zusammen, um etwas Kulturübergreifendes zu schaffen.

Das Ergebnis dieser Kooperation trägt den Titel „In-Between / Digging in the Night“ und ist am Sonntag, 20. Mai, ab 19.30 Uhr und am Montag, 21. Mai, ab 18 Uhr im Tanzhaus Käfertal des Mannheimer Nationaltheaters (NTM) zu sehen. Die Künstler setzen sich dabei mit den Fragen auseinander, die die Menschen in Südafrika stark beschäftigen: Wie reagieren sie auf das rasante Tempo des globalen Wandels? Was kostet sie der enorme Veränderungsdruck von außen?

Platz für Poesie

Aus unterschiedlichen Perspektiven blicken die Choreographen auf diese sozialen Umbrüche und suchen inmitten der unruhigen Zeit nach dem Platz für Poesie.

Ein anderes Gastspiel ist am Mittwoch, 23. Mai, um 19.30 Uhr auf der Hinterbühne des Theaters im Pfalzbau zu erleben. Die Choreographen Qudus Onikeku (Nigeria) und Sebastian Matthias (Deutschland) präsentieren ihre Produktion „Yuropa“. Der Titel ihrer Choreographie ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen „Europa“ und „Yoruba“. „Yoruba“ steht für eine westafrikanische Volksgruppe, Sprache und Kultur.

Onikeku und Matthias verweben die Kulturen Nigerias und Deutschlands in einem offenen Bühnenformat. Sie sehen ihre Choreographien als Fortsetzung eines andauernden Dialogs kultureller Verflechtung. tge