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Kunst und Kultur im Hafenkiez

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Jungbusch: Der Nachtwandel feiert 15. Geburtstag mit vielen neuen Programmpunkten

Mannheim.Zum 15. Mal findet der Nachtwandel im Jungbusch am Freitag, 25., und Samstag, 26. Oktober statt. Künstler, Kulturschaffende und Kreative werden die schillernden und spannenden Seiten des dynamischen ehemalige Hafenviertels in rechte Licht rücken.

Über 800 Beteiligte haben über 90 Programmpunkte an 70 verschiedenen Orten auf die Beine gestellt, um den Multikulti-Stadtteil gebührend zu präsentieren. „Der Nachtwandel ist mehr als ein Event. Er schafft Zugehörigkeit und sozialen Zusammenhalt. Er verbindet Kulturen und Lebenswelten und zeigt auf, welche Kraft und Dynamik aus einem Vielfaltsstadtteil erwachsen“, so Quartiermanager Michael Scheuermann. Wie beim ersten Nachtwandel im Jahre 2003 bezieht die Veranstaltung ihre Anziehungskraft aus dem Engagement der Menschen, die im Jungbusch leben, ist auch Programmkoordinator Bernd Görner überzeugt.

Angebot für Kinder

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr ein „kleiner Nachtwandel“ statt, der sich am Samstag zwischen 17 und 19 Uhr an Kinder zwischen drei und sechs Jahren richtet. Auf dem Spielplatz Beilstraße basteln sie Glühwürmchen. In und an der Hafenkirche sorgen die Clowns Finus und Linus dafür, dass die Kinder mittels Farbe und Licht zu leuchtenden Nachtschwärmern werden. Im Atelier 23 dürfen die Kleinen mit Ton modellieren und mit den Händen malen.

Die „Hafenbande“ bietet Lesestoff an. Jede halbe Stunde wird aus einem anderen Buch vorgelesen. Außerdem bietet der Trommelpalas im Patina, Luisenring 38, ein interaktives Kinderprogramm an.

„Der Nachtwandel kostet keinen Eintritt. Das gehört zu unserer Philosophie“, berichtet Scheuermann. Durch eine Spende von fünf Euro oder mehr kann jeder Besucher durch den Erwerb eines Bechers oder eines Blinksternes sein Scherflein für den Erhalt des Nachtwandels beitragen.

Bei der Veranstaltung werden Getränke nur in Kunststoffbechern ausgeschenkt. Besucher sollten daher das Mitbringen von Getränken in Glasflaschen unterlassen. Da sich der Jungbusch in den letzten Jahren immer mehr zu einem attraktiven Ausgehviertel gemausert hat, wollen die Veranstalter Kunst und Kultur in den Mittelpunkt der Kultnächte stellen. Daher zeigen neue, auffällige Wegweiser den Weg zu den einzelnen Programmpunkten. Auch auf die Balance zwischen laut und leiseren Tönen wurde gewahrt.

Die Kirchenstraße mit der Hafenkirche steht für eher leisere Töne. Auch in der Jungbusch- und Beilstraße laden Hinterhöfe zu Entdeckungsreisen ein. Vor 15 Jahren hatte sich der Nachtwandel das Ziel gesetzt, leerstehende Läden mit Kultur zu füllen. Da es diesen Leerstand so nicht mehr gibt, wurde er künstlich geschaffen. Überseecontainer wurden am Kanal aufgestellt und mit Kultur gefüllt. Auch das Musikprogramm zeigt ein breites Spektrum. Verwegene können in einem Container auf einem Klavier spielen. Die Veranstalter wollen vor allem den Zusammenhalt im Stadtteil stärken. has

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