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Macht und Machtmissbrauch

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Schauspiel: Theater Heidelberg zeigt eine Neuinszenierung von David Mamets Drama „Oleanna“

Heidelberg.Am Freitag, 31. Januar, um 20 Uhr feiert das Schauspiel „Oleanna“ Premiere im Zwinger 1 des Theaters. Was als harmloses Gespräch beginnt, eskaliert schnell: Die junge Studentin Carol bittet ihren Dozenten John um Hilfe, da sie in seinem Unterricht nicht mitkommt.

Der Dozent – zurzeit erfolgreicher Autor, kurz vor einem Hauskauf und der Berufung auf eine Professur auf Lebenszeit – will sie unterstützen und sagt ihr private Nachhilfestunden, ja sogar revidierte Benotungen zu.

Mit Blick auf #MeToo

Doch Carol fasst sein etwas unbeholfenes Zuvorkommen ganz anders auf: Beim nächsten Zusammentreffen hat sie eine offizielle Beschwerde gegen John eingereicht - wegen sexueller Belästigung. Sehr schnell steht Johns Karriere auf dem Spiel. Was als alltägliches Zusammentreffen zwischen Professor und Studentin begonnen hat, entwickelt sich zu einem existenziellen Machtspiel. Unter der Regie von Fabian Appelshäuser zeigen Steffen Gangloff („John“) und Sophie Melbinger („Carol“) in dem Theaterstück, wie schwer es ist, in der Uneindeutigkeit komplexer Beziehungsverhältnisse eine objektive Wahrheit herauszufiltern.

Aktuelles Stück

Das Theaterstück basiert auf dem Roman des US-amerikanischen Schriftstellers, Regisseurs und Produzenten David Mamet, der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und zweimal für den Oscar nominiert wurde. Obwohl er „Oleanna“ schon 1992 verfasste, ist die Thematik Macht und Missbrauch insbesondere in Zeiten der #MeToo-Debatte heute noch höchstaktuell. köja

Info: Weitere Termine am 13. Und 15. Februar sowie im März, Karten ab 19 Euro unter 06221 /58 20 000.

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