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Mit der Feldbahn unterwegs

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Technoseum: Ferienprogramm in den Pfingstferien / Sonderausstellung zum Thema Sport und Technik endet am Montag

Mannheim.Zu Beginn der Pfingstferien setzt das Technoseum zum Endspurt an: Noch bis zum Pfingstmontag, 10. Juni, ist die Sonderausstellung „Fertig? Los! Die Geschichte von Sport und Technik“ zu sehen. Da beide Bereiche überall zu finden sind, überrascht es nicht, dass eine enge Verknüpfung zwischen ihnen besteht. Sport gab es in Form von Wettkämpfen bereits in der Antike. Seine moderne Entwicklung jedoch ist eng mit der Industrialisierung und Technisierung der Welt seit dem 19. Jahrhundert verbunden. In sechs Kapiteln wird das Thema dargestellt.

Letzte Führung

Darüber hinaus können die Besucher in der Dauerausstellung die gesamte Ferienzeit über Vorführungen besuchen und dabei unter anderem Papier aus der Bütte schöpfen oder dem humanoiden Roboter Paul bei der Gymnastik zusehen. Bei gutem Wetter lohnt auch eine Fahrt mit der Feldbahn durch den Museumspark. Alle Angebote sind im regulären Eintrittspreis bereits mit inbegriffen.

Am 8. Juni um 14 Uhr sowie am 9. und 10. Juni um 14 und 15:30 Uhr bietet sich die letzte Chance, bei einer öffentlichen Führung durch die Sport-Schau dabei zu sein. Es gibt einiges zu lernen: Unter anderem, dass Doping im Radsport erst im Jahr 1966 verboten wurde, ein Schwabe die Gelbe und Rote Karte erfunden hat und Profi-Gamer mittlerweile ähnlich gut verdienen wie Bundesliga-Fußballer.

Spiel für Blinde

Außerdem bietet das Technoseum an, Fußballspiele in einer Reporterkabine in Echtzeit zu kommentieren, zum Degen zu greifen oder auf einer Slackline zu balancieren. Am 8. Juni um 15 Uhr begleitet obendrein Jessica Bahr eine Führung: Die Trainerin unterrichtet Sehgeschädigte in der Sportart Goalball, die einst extra für Blinde entwickelt wurde – und auch für Menschen ohne Behinderung ziemlich knifflig ist: Die Teilnehmenden können sich im Anschluss an die Tour durch die Ausstellung selbst ins Tor stellen und lauschen, von wo der Klingelball kommt.

Immer sonn- und feiertags von 12.30 bis 16.30 Uhr lernen Tüftler zudem beim Mitmach-Programm „Familie aktiv!“ das Morse-Alphabet kennen, dürfen ein einfaches Gerät selbst bauen und damit Nachrichten verschicken und entschlüsseln. An denselben Tagen ist auch das museumseigene Labor zugänglich und lädt zu Experimenten rund um Physik, Chemie oder Technik ein.

An allen Samstagen und Sonntagen von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 13 Uhr wirft die Schmalspurbahn des Technoseums den Dieselmotor an und tuckert auf einer gut einen Kilometer langen Strecke rund um den See im Museumspark. Große wie kleine Passagiere steigen vor dem Haupteingang des Museums und am Besucherparkplatz zu. Darüber hinaus kann man natürlich auch im Museum mit der großen Schwester, einer württembergischen T3-Lokomotive von 1896, aus dem Museum in den Park und wieder zurückfahren – oder man baut gemeinsam mit einem Fertigungsroboter ein Modellauto zusammen und bringt mit einfachen Programmierbefehlen chinesische Winkekatzen zum Tanzen. jeb