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Oden an die Anderen

Indie-Pop: Scott Matthew in der Alten Feuerwache

Mannheim.Dass jemand aus dem übersonnigen Australien derart tieftraurige Musik machen kann – das gibt Scott Matthews Fans seit Jahren Rätsel auf. Selbst seine Versionen von Gute-Laune-Hits wie „Do You Really Want To Hurt Me“ von Culture Club oder Whitney Houstons „I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)“ klingen nach bodenloser Einsamkeit und Trauer. Aber genau diese emotionale Tiefe lieben viele an diesem polarisierenden Indie-Popsänger, dessen Intensität andere kaum aushalten können.

Der dunkle Romantiker mit Rauschebart und anheimelnder Klagestimme lebt allerdings schon seit 1997 in New York – und inzwischen wohl ganz gut damit, dass er den Mann seines Lebens einfach nicht findet.

Titel ist Programm

Denn der Titel seines gerade erschienenen Albums „Ode To Others“ (Gesänge für andere) ist Programm. Zum ersten Mal widmen sich Matthews Songs nicht dem eigenen Liebesleid, sondern Menschen oder Orten aus seinem Umfeld. Das kann also durchaus heiter werden, bei seinem Konzert am 11. Mai, 20 Uhr, in Mannheims Alter Feuerwache. Zumal der gesanglich stark an Antony And The Johnsons orientierte Matthew auf der Bühne ein äußerst launiger Entertainer sein kann, was er mehrfach bei Auftritten in Heidelberg bewiesen hat. jpk

Info: Freitag, 11. Mai, 20 Uhr, Alte Feuerwache Mannheim. Abendkasse: 30 Euro.