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Renaissance-Klänge mit finnischer Note

Musiksalon: The Cipriano Project im NTM

Mannheim.Auf den ersten Blick verbindet man Finnland nicht unbedingt mit der Renaissance. Doch das täuscht: Das finnische Vokalensemble The Cipriano Project hat sich auf Gesangswerke dieser historischen Epoche spezialisiert und sich so in der Szene einen Namen gemacht. Beim Musiksalon des Mannheimer Nationaltheaters (NTM) am Freitag, 15. Juni, stehen die Musiker des Ensembles ab 20 Uhr auf der Bühne in der Montagehalle Werkhaus des NTM.

Im Gepäck haben sie zahlreiche Werke verschiedener Renaissance-Komponisten. Philippe Verdelot (1475-1552) wird genau so ein Teil des Abends sein wie John Dowland (1563-1626) und Andrea Gabrieli (1533-1585). In ihrer Aufführung spüren die Musiker dieser Epoche nach, die in Europa viele – teils widersprüchliche – Entwicklungen mit sich brachte. Das Europa des 16. Jahrhunderts war einerseits geprägt vom Aufstieg des Humanismus, der Künste und Wissenschaft. Doch auf der anderen Seite wurden die Menschen dieser Zeit gebeutelt von tödlichen Seuchen und unablässigen Kriegen und zahlreichen Schicksalsschlägen.

Diese Gegensätze spiegelten sich auch in der Musik wider und begünstigten sehr schnelle musikalische Entwicklungen. Damals entstand in Italien beispielsweise das Madrigal, die mehrstimmige Vokalmusik mit weltlichen Texten. Beispiele dieser Musik tragen Hanna Järveläinen (Mezzosopran), Jarno Lehtola (Tenor und NTM-Opernchormitglied), Jussi Lehtipuu (Bariton), Mats Lillhannus (Tenor) und Mikko Ikäheimo an der Renaissancegitarre vor. tge