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Schicksal deutscher Auswanderer nach Brasilien

Archivartikel

Schauspiel: Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe im Ludwigshafener Pfalzbau mit „Fremde Heimat“

Ludwigshafen.Mit der Auswanderung Deutscher nach Brasilien seit dem 19. Jahrhundert beschäftigt sich das Ensemble des Badischen Staatstheaters Karlsruhe in dem Schauspiel „Fremde Heimat“ der deutsch-brasilianischen Regisseurin Mirah Laline. Die behandelte Zeitspanne reicht über die Arbeiterfamilien, die Ende der 1920er Jahre aus wirtschaftlichen Gründen auswanderten, über NS-Verfolgte und untergetauchte Nationalsozialisten, die in dem südamerikanischen Staat lebten, bis heute. Das Stück beschäftigt sich mit verschiedenen Themen, die in diesem Zusammenhang auftreten: Aufwachsen in zwei Kulturen, Heimat als Instrument des Kolonialismus, Parallelen zur heutigen Einwanderungswelle nach Deutschland und Veränderung des Begriffs Migration in der Zukunft.

Der Text stammt von Jürgen Berger, der nach Porto Alegre ausgewanderte Familien interviewt und deren Auskünfte in das Stück mit eingearbeitet hat. Es handelt sich also um eine Mischung zwischen Dokumentation und Fiktion. In Porto Alegre haben heute 30 Prozent der Einwohner deutsche Vorfahren und einige der Interviewten sprechen in ihren Familien noch ausschließlich deutsch. Vier brasilianische Performer, ein Schauspieler und ein Musiker, die ebenfalls alle deutsche Wurzeln haben, werden von einem Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters bei der Aufführung unterstützt. Das von der Kulturförderung des Bundes und des Goethe-Instituts in Porto Alegre unterstützte Stück ist am Freitag, 28. September um 19:30 Uhr auf der Hinterbühne des Theaters am Pfalzbau in Ludwigshafen zu sehen. mame

Info: Tickets zu 14/9 Euro: 0621/5 04 25 58.