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Klassik: Zur Saisoneröffnung spielt das Kurpfälzische Kammerorchester mit Fabio Di Càsola

Schweizer Präzisionsarbeit

Archivartikel

Mannheim.Zum ersten Schlosskonzert der Saison bittet das Kurpfälzische Kammerorchester (KKO) am Samstag, 6. Oktober, 19 Uhr, und am Sonntag, 7. Oktober, 18 Uhr, in den Rittersaal des Kurpfälzischen Schlosses Mannheim. Die Programmfolge wird eröffnet mit der Ouvertüre zur Oper „Olympia“ von Joseph Martin Kraus, einem Repräsentanten der „Mannheimer Schule“. Aus der Feder von Carl Maria von Weber stammt das Quintett für Klarinette und Streicher B-Dur Op. 34. Es folgt Introduktion, Thema und Variationen für Klarinette und Orchester in B-Dur von Gioachino Rossini. Zum Ausklang spielen die Kurpfälzer die Sinfonie B-Dur Nr. 85 von Joseph Haydn, die den Beinamen „La Reine“ trägt.

Internationale Karriere

Solist des Abends ist der 1967 in Lugano geborene Klarinettist Fabio Di Càsola. Seine internationale Karriere begann, als er 1990 den Ersten Preis beim Concours de Genève gewann. Daraufhin wurde er zu den Berliner Festspielen (geleitet von Claudio Abbado), zum Festival in Evian (geleitet von Mstislav Rostropowitsch) und von Gidon Kremer nach Lockenhaus eingeladen. Auch danach gewann Di Càsola außer dem „Grand Prix Patek Philippe“ zwei wichtige Preise für zeitgenössische Musik, den „Prix Suisse“ und den Internationalen Wettbewerb in Stresa. 1998 wurde Fabio Di Càsola von Jury und Publikum zum „Schweizer Musiker des Jahres“ gewählt.

Neben seiner beachtlichen Solokarriere war er von 1991 bis 2012 Soloklarinettist im Musikkollegium Winterthur. Auch seine bei Sony erschienenen Solo- und Kammermusik-CDs wurden vielfach ausgezeichnet. Di Càsola ist Professor für Klarinette und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste.

Somit ist er in Mannheim ein Kollege seines Dirigenten Johannes Schläfli, der an der gleichen Hochschule eine Professur für Orchesterleitung begleitet. Chefdirigent beim KKO ist Schläfli seit 2013. W.B.