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Seitenhiebe im Quadrat

Kabarett: Neues Dusche-Programm „Aber der Wasserturm bleibt, wo er ist – vorerst!“

Mannheim. Hat sich Wolfgang Schmitter, der große Vorsitzende des traditionsreichen Kabaretts Dusche, etwa in den Vorruhestand verabschiedet? Denn das Sommerprogramm mit dem Titel „Aber der Wasserturm bleibt, wo er ist – vorerst!“ bestreiten nur die beiden Nachwuchs-Stars Josefin Lössl und Hans Georg Sütsch. Aber keine Panik, beim neuen Jahresprogramm, das im Oktober Premiere feiert, ist auch Wolfgang Schmitter und mit ihm sein Alter Ego Opa Schmittke wieder in alter Frische dabei.

Erinnerungen an früher

Wenn es bei manchen Stammbesuchern beim Wasserturm-Titel im Kleinhirn klingelt, dann kommt das nicht von ungefähr. Es gab 2015 schon mal einen ähnlichen Titel, und die Autoren haben die eine oder andere Nummer recycelt. Bei diesen Wiederbegegnungen erinnert sich das Ensemble mit leiser Wehmut an den damaligen Regisseur Gerhard Piske, der 2018 mitten in der Probenarbeit zum neuen Programm plötzlich verstarb.

Die Autoren sind das vielfach bewährte Dreigestirn Wolfgang Marschall, Frederic Hormuth und Volkmar Staub. Schwerpunktmäßig geht’s um die Quadratestadt, die liberale, multikulturelle, die immer attraktiver wird und immer mehr Shopping-Süchtige anzieht. Q 6/Q 7 wird ein Thema sein, der Nahverkehr und die Parkhäuser. Von zwei Kriminalfällen ist die Rede, die von einem „Tatort“-Duo gelöst werden sollen, das paritätisch von Mannheimern und Ludwigshafenern besetzt werden soll. Das wird wahrscheinlich so spannend, dass sich die seit langem vor sich hin werkelnde Lena Odenthal warm anziehen muss.

Apropos Mannheim und Ludwigshafen, die so genannten Schwesterstädte, die sich gern ein bisschen kabbeln: Mit Bezug auf die gängigen Kürzel MA und LU ist nun Willi Haselbek, der auch diesmal für die Musik verantwortlich zeichnet, auf den schönen alten Les Humphreys-Hit „Mama Lou“ gestoßen. Den wird nun das Duo Infernale Josefin und Hans Georg nach Herzenslust performen und dabei die erstaunlich beweglichen Hüften schwingen.

Pointen in Mundart

Wenn es um den Wasserturm geht, dann ist es ja auch naheliegend, dass die Sprache der hiesigen Eingeborenen, das Kurpfälzische, eine gewisse Rolle spielt. Zu diesem Zweck schlüpfen die beiden Staatsschauspieler in die Rollen Liesel und Monfred (bitte nicht mit Bülent Ceylans Mompfred verwechseln!). Dass sie möglichst nirgends aus dem Ruder laufen, dafür sorgt auch diesmal der Schweizer Regisseur Jürg Hummel. . W.B

Info: Premiere Donnerstag, 16. Mai, 20 Uhr, Klapsmühl’. Weitere Termine: 17. bis 19. Mai, 22. bis 26. Mai, 31. Mai sowie im Juni und August.