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Tabuthema im Fokus des Theaterhauses G7

Archivartikel

Schauspiel: „Besser scheitern“ bietet eine Tragikomödie, ein interaktives Archiv, eine Lesereihe und eine Rauminstallation

MAnnheim.Das Gefühl eines Misserfolgs kennen wir alle. Das Theaterhaus G7 zeigt am Donnerstag, den 27. September, um 20 Uhr die Premiere der Tragikomödie „Schiefer gehen“ unter der Regie von Inka Neubert nach einem Text von Carsten Brandau. Dabei steht das Scheitern im Fokus. Das Spektrum reicht von kleinen Missgeschicken im Alltag bis hin zu existenzbedrohenden Fehlern. Auch die psychischen Folgen für den einzelnen Menschen, die sich aus dem Wahn nach Perfektion ergeben, wie Erfolgsdruck und Versagensangst werden thematisiert. Zu den positiven Aspekten zählt die Lust am Scheitern, die das Leben in der Leistungsgesellschaft auch lebenswert machen kann. Das Stück wird unter anderem vom Deutschen Literaturfonds gefördert. Laut Veranstalter ist es für Kinder ab acht Jahren geeignet. Karten gibt es unter der Nummer 0621/15 49 73, sie kosten 14 Euro, ermäßigt 10 Euro und für Kinder bis 14 Jahren 8 Euro. Für das interaktive Projekt „Ein Archiv des Misserfolgs“ können Bürger Geschichten des Scheiterns und der Misserfolge bis Ende November per Mail an mail@theaterhausg7.de schicken. Das Projekt wird ab November fortgesetzt. Dann wird das von der belgischen Regisseurin Hanneke Paauwens und dem künstlerischen Leiter des TiG7 Bernd Mand erstellte Archiv eröffnet. In einer Lesereihe werden „Stücke aus dem Papierkorb“, also Fragmente gescheiterter Autorenversuche, und eine interaktive Rauminstallation des „Clubs der polnischen Versager“ aus Berlin-Mitte präsentiert. Bei letzterer helfen zwei Mitglieder des Clubs in einer Badewanne sitzenden Besuchern dabei, Scheitern zu verarbeiten. mame