Veranstaltungen

„Tannhäuser“ als Höhepunkt

Wagnertage: Die zweite Auflage des kleinen, feinen Festivals vom 19. bis 22. April

Mannheim.Als der Richard-Wagner-Verband Mannheim-Kurpfalz im Oktober 2015 die 1. Wagner-Tage veranstaltete, wurden diese ein Riesenerfolg. Angesichts der vier attraktiven Veranstaltungen, zu denen die 2. Wagner-Tage des RWV nun vom 19. bis 22. April einladen, scheint der Erfolg gleichfalls vorprogrammiert. Monika Kulczinski, die rührige Präsidentin, plant das Festival wieder in enger Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim. Opernintendant Albrecht Puhlmann hat die Schirmherrschaft übernommen.

Bereits ausverkauft ist das Eröffnungskonzert am 19. April um 19 Uhr in der Mannheimer Schlosskirche, bei dem das Corelli-Ensemble Ladenburg/Mannheim erstmals unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Soddy Werke von Corelli, Mozart und Wagner spielt. Das Corelli-Ensemble, durchweg aus Mitgliedern des Mannheimer Nationaltheaterorchesters rekrutiert, pflegt seit 1981 im malerischen Ladenburg das Kammerorchester-Repertoire. (Der Barockkomponist Arcangelo Corelli trug übrigens den Titel „Marchese di Ladenburg“.)

Die Corelli-Konzerte boten oft den NTM-Instrumentalisten ein Podium für Soloauftritte und wurden häufig von RWV-Mitgliedern besucht. Daraus ist ein künstlerisches Zusammenwirken entstanden, das nun mit der Einladung zu den Wagner-Tagen gekrönt wird. Solisten des Abends sind Estelle Kruger und Heike Wessels (Sopran), Nikola Diskic (Bariton) und Robert Frank (Violine).

Ein literarisch-musikalischer Leckerbissen wird das Gesprächskonzert zur Oper „Tannhäuser“ am 21. April um 10 Uhr im Oberen Foyer, zu dem Detlev Eisinger (Klavier) und Solisten des NTM bitten. Der ausgewiesene Wagner-Kenner Eisinger ist ein gerngesehener Gast bei in- und ausländischen Festivals.

Höhepunkt der diesjährigen Wagner-Tage ist die Wiederaufnahme von Richard Wagners „Tannhäuser“ in der Inszenierung von Chris Alexander, dirigiert von GMD Alexander Soddy, am 21. April um 18 Uhr im Opernhaus.

Zum Ausklang der Wagner-Tage ergreift ein Mann das Wort, der dem sächsischen Meister lebenslang gedient hat, in Mannheim, in Bayreuth und auf der ganzen Welt: Kammersänger Franz Mazura, Ehrenmitglied sowohl des Richard-Wagner-Verbands Mannheim-Kurpfalz wie auch des Nationaltheaters Mannheim. An seinem 94. Geburtstag, am 22. April um 10 Uhr also, wird das unfassbar vitale Universalgenie, auch als Rezitator sehr gefragt, im Oberen Foyer unter dem Titel „Minder ist oft mehr“ Texte von Christoph Martin Wieland lesen. Die Lesung wird durch Kristian Nyquist (Hammerklavier) musikalisch umrahmt.