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Kunst Uscha Rudek-Werlé eröffnet Ausstellung im Mannheimer Institut für Deutsche Sprache

Verstrickt im Netz der Kommunikation

Archivartikel

Mannheim.Der Mensch kommuniziert. Ständig. Immer. Mal alleine. Mal mit anderen. Mal nonverbal. Mal verbal. Da verwundert es nicht, dass schon der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick im Jahr 2000 festgestellt hat, dass der Mensch „nicht nicht kommunizieren“ könne.

Natürlich ist die These eine der Grundlagen der Kommunikationstheorie, wissenschaftlich wesentlich komplexer, doch ihr Wortlaut beschreibt treffend das Thema der am Donnerstag, 7. März, 18 Uhr eröffnenden Ausstellung „Der Mensch im Netz“.

Uscha Rudek-Werlé beschäftigt sich mit den Formen menschlicher Kommunikation. Wie vielseitig diese sind, stellt die in Mannheim geborene Künstlerin bis zum 7. Mai im Institut für Deutsche Sprache (IDS) in R 5 aus.

Die Künstlerin verbildliche komplexe Strukturen menschlicher Kommunikation und fragile Gleich- und Ungleichgewichte, „die sich wie materialisierte Psychogramme an der Wand materialisieren“, beschreibt Ausstellungsleiter Martin Stather vom Kunstverein Mannheim. Die Ausstellung blickt auf die IDS- Jahrestagung voraus, die vom 12. bis 14. März im Rosengarten stattfinden wird.

Rudek-Werlé unterteilt ihre Werke in mehrere Themenbereiche: So beschäftigt sich unter anderem „Der Mensch im Netz“ mit der Kommunikation untereinander. Die Künstlerin thematisiert mit Metallkonstruktionen die verschiedenen Formen sozialer Interaktionen.

Welt ohne Privatsphäre

Der Bereich „einfach ignorieren“ beziehe sich auf die Situation des Menschen, „in einer Welt, die kaum Privatsphären kennt und in der auch der öffentliche Raum keine Anonymität mehr garantiert“, teilt der Veranstalter mit. Der Titel weise ironisch auf das Desinteresse der Menschen hin, die bereit seien, Freizügigkeit und Freiheit einzubüßen. 

Info: 7. März bis 7. Mai, Institut für Deutsche Sprache, R 5, 6-13.