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Was bedeutet „Fremd sein“?

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Worms: André Eisermann liest, Kammerensemble begleitet

Worms.Der Schauspieler André Eisermann ist eines der Urgesteine der Wormser Nibelungenfestspielen: Der gebürtige Wormser ist seit den Anfangszeiten des Festivals 2002 mit dabei, hat schon den „Giselher“, den „Burgwächter“ und auch den „Siegfried“ gespielt. Eisermann stammt aus einer Schaustellerfamilie. Schauspielunterricht bekam er an der Otto-Falckenberg-Schule in München, bekannt wurde er schließlich mit Filmen wie „Kaspar Hauser“ (1993) und „Schlafes Bruder“ (1995), die ihm zahlreiche Preise einbrachten.

Volkslieder und Klassik

Über die Nibelungenfestspiele sagte Eisermann einmal in einem Interview: „Ich sehe die Festspiele als mein Kind.“ Nun kehrt der 50-Jährige am Sonntag, 29. Juli, um 18 Uhr wieder für eine musikalische Lesung in seine Heimat zurück. Im Rahmen der Festspiele tritt er gemeinsam mit dem Wormser Kammerensemble in der Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz auf, um sich mit dem Thema „Fremd sein!“ auseinanderzusetzen.

Dabei soll es nach Angaben der Veranstalter darum gehen, herauszufinden, wie das Fremde erzählt werden kann, was durch den Einzug des Unbekannten passiert und wie der Einzelne darauf reagiert. Eisermann wird hierzu aus Texten lesen, die sich mit „dem Fremden“ befassen.

Tristan Meister leitet Chor

Das Wormser Kammerensemble singt dazu folgende Lieder: den Liederzyklus „Zigeunerlieder“ von Johannes Brahms mit Texten ungarischer Volkslieder in deutscher Nachdichtung sowie Werke von Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy. Am Flügel begleitet Friederike Sieber.

Der gemischte Projektchor, unter der Leitung von Tristan Meister, setzt sich aus 30 Laien und semiprofessionellen Sängern zusammen, die ein Repertoire von geistlicher Musik bis modernen Chorwerken vorweisen können. Der Schwerpunkt der Chorarbeit liegt dabei normalerweise im Bereich der a cappella-Musik. gbr