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Zeitreise ins Jahr 1945

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Geschichte: Freilandmuseum Walldürn präsentiert lebendige Geschichte von 26. bis 28. Juli

Walldürn.Mit dem Thema „1945 – Sommer in Frieden“ setzen sich sogenannte Living-History-Darsteller von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juli, in den Museumshäusern des Odenwälder Freilandmuseums in Walldürn-Gottersdorf (Weiherstraße 12) auseinander. Die teilnehmenden Akteure empfinden hierbei die Ereignisse des ersten Sommers in Frieden im Jahr 1945 nach – diejenigen, die das zivile Leben darstellen, bewohnen das Dorf in der Baugruppe Odenwald; die Amerikaner-Mimen schlagen ihr Hauptquartier im Bofsheim-Haus auf. Beide Gruppen gehen den typischen Alltagsbeschäftigungen der damaligen Zeit nach: Frauen kümmern sich etwa um die Lebensmittelbeschaffung, die amerikanischen Soldaten führen Passkontrollen durch, überwachen die Wohnungszuteilungen oder versuchen, den florierenden Schwarzmarkt in den Griff zu bekommen. Die Vorführungen beginnen am Freitag gegen 13 Uhr, am Samstag und Sonntag gegen 11 Uhr.

Living-History-Darstellungen sind eine relativ moderne Art der lebendigen Geschichtsinterpretation, teilt das Museum mit. Die Darsteller nehmen die Besucher dabei mit auf eine Zeitreise, um ihnen eine Ahnung zu vermitteln, wie sich das Leben damals abgespielt haben können. Die Gäste können die Akteure gern zur Darstellung oder zur Ausstattung wie Kleidung, Geräte und Fahrzeuge befragen. „Der große Detailreichtum der Präsentation in Verbindung mit der besonderen Atmosphäre des Freilandmuseums sorgt für eine einzigartige Begegnung mit der eigenen Geschichte. Die Besucher stehen mitten im Geschehen und nehmen die Szenerie mit allen Sinnen wahr“, kündigt das Museum an. „Zu sehen sein werden verschiedene Szenen wie die Übergabe von Lebensmittelspenden des amerikanischen Volkes an die Dorfbevölkerung.

Auch „die Spannungen, die entstanden, als die ansässige Bevölkerung zusammenrücken und Flüchtlinge und Vertriebene aufnehmen musste“, würden thematisiert. mav

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