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Zephyr präsentiert Gerhard Vormwald

Fotografie: Gebürtiger Heidelberger starb überraschend vor drei Jahren – Ausstellung bewertet surreale Bilder neu

Mannheim.Vor allem seine frühen Werke, oft in Schwarzweiß gehalten, zeichnen sich durch Witz und, ja, auch eine gewisse Ironie aus. Nun, drei Jahre nach dem Tod des gebürtigen Heidelbergers Gerhard Vormwald, ist es für die Reiss-Engelhorn-Museen Zeit für eine Neubewertung. Dem Werbefotografen, Künstler und Tüftler, dessen Markenzeichen die surreale Fotografie war, widmet die Galerie Zephyr – Raum für Fotografie, eine Ausstellung (bis 30. Juni). Die Eröffnung findet am Freitag, 12. April, um 19 Uhr statt.

Vormwald, der in Mannheim groß wurde, später dann aber in Paris lebte, war lange Bühnenfotograf am Mannheimer Nationaltheater, ehe er als Fotograf für Magazine und Zeitschriften arbeitete. Bekannt wurden seine schwebenden Menschen, die er ohne Photoshop trickreich ablichtete – fast schon ikonografisch ist „The flying black man“, den er 1983 in Paris fotografierte. Später widmete er sich der Malerei und wurde Professor für Fotografie in Düsseldorf. Kurz nach seinem 68. Geburtstag starb er plötzlich bei Paris, obwohl er doch gehofft hatte, 200 Jahre alt zu werden, um all seine Ideen umzusetzen. Seine Werke finden sich in namhaften Museen wie im Museum Ludwig Köln oder im Pariser Centre Pompidou. dms/sba

Info: Wegen Umbaumaßnahmen ist die Schau in der Schatzkammer des Museum Zeughaus, C 5 zu sehen. Eröffnung: Freitag, 12. April, um 19 Uhr im Florian-Waldeck-Saal (Info: 0621/293 31 50).