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Zwischen den Kulturen

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Dialog: Bernhard Schlink über Identität

Heidelberg.Die einen behaupten, es ginge nicht ohne, die anderen bestreiten ihre Notwendigkeit und ihren Nutzen: die Leitkultur. Am Dienstag, 14 Mai, treffen um 20 Uhr zwei deutsche intellektuelle Größen im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) in Heidelberg aufeinander und diskutieren darüber, was Leitkultur ist und was sie erfüllen muss.

Der Jurist und Buchautor Bernhard Schlink („Der Vorleser“) veröffentlichte im Herbst 2018 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ einen Gastbeitrag unter dem Titel „Alltagskultur als Leitkultur“, in dem er klare Grenzen zwischen den beiden Begriffen zieht. Schlink gegenüber sitzt der Schriftsteller und Kulturhistoriker Manfred Osten, und sie werden sich fragen, was Leitkultur eigentlich ist: die freiheitliche demokratische Grundordnung, ein Kanon von Büchern, Musikstücken und Bildwerken, etwas Abendländisches oder etwas Christliches?

Im Jahr 2000 hatte Friedrich März, damals Unionsfraktions-Chef, die umstrittene Bezeichnung von der „deutschen Leitkultur“ in die Debatte um eine gelingende Integration gebracht und war dafür scharf kritisiert worden. jeb

Karten ab 14,20 Euro unter dai-heidelberg.de